Nach «gefährlich»-Vorwurf: Nutzt Hamilton andere Bremsen als Leclerc?
Ferrari-Pilot Charles Leclerc klagte nach seinem Crash-Aus im Formel-1-GP von Monaco über Bremsprobleme. Der Monegasse deutete an, dass sein Teamkollege Lewis Hamilton eine «andere Lösung» verwendet.
Am liebsten geben die Formel-1-Piloten Vollgas, aber oft ist Bremsen eben doch dringend nötig – vor allem in Monaco. Der Kurs in Monte Carlo ist besonders bremsintensiv, fordert Fahrer und Autos besonders. Nicht ohne Grund gab es im Laufe des Wochenendes gleich mehrere Zwischenfälle mit überhitzenden Bremsen. Der Extremfall: Sergio Perez‘ Bremsen finden im Training sogar Feuer.
Ein anderer Extremfall, in dem die Bremsen signifikante Auswirkungen aufs Renngeschehen hatten: der Einschlag von Charles Leclerc in Runde 66 des Rennens. Der Monegasse verlor in der letzten Kurve die Kontrolle über seinen Ferrari, schlug in die Barriere ein. Nach dem Rennen machte er klar: Der Fehler lag nicht bei ihm, sondern bei seinen Bremsen, die schon seit zwei Rennen nicht richtig funktionieren, wie er danach sagte.
Drei von vier Bremsen funktionierten nicht richtig
Leclerc nach dem Monaco-GP: «Von den vier Bremsen funktionierten drei nicht. Das ist in einem Formel-1-Auto nie gut. Die linke Vorderradbremse hat gut funktioniert. Die rechte Vorderradbremse so halb. Und die beiden Hinterradbremsen funktionierten gar nicht. Das sieht man auch klar an den Daten, es gibt keine Verlangsamung. Es war ein Albtraum.» Und so endete sein Heim-GP in der Wand.
Ferrari hat Lösung «im Haus»
Leclerc: «Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass wir im Haus eine Lösung haben. Und vom nächsten Rennen an werde ich auf Lewis‘ Konfiguration wechseln.» Verwenden die beiden Ferrari-Piloten also unterschiedliche Systeme? Bremsenpartner Brembo hatte sich auf die Leclerc-Äußerungen hin («gefährlich») «zutiefst bestürzt» gezeigt. Nun berichtet das italienische Portal AutoRacer, dass die «Lösung im Haus» offenbar ein komplett anderes Bremssystem ist: Die Kollegen schreiben, dass Lewis Hamilton zwar einen Bremssattel von Brembo verwendet, aber die Bremsscheiben von Carbon Industries am Auto hat, also dem Hersteller, mit dem er jahrelang auch bei Mercedes gefahren war. Klingt also, als wäre das die Lösung von Hamiltons Auto, die nun auch an Leclercs Ferrari kommen soll.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





