George Russell: Wasserleck! Motorentausch! Nur Platz 6 im Qualifying!
George Russell kam nach der Qualifying-Session auf dem Hungaroring abrupt zum Stehen. Ein Wasserleck! Das heraustropfende Wasser kühlte seine Reifen ab. Fürs Rennen tauscht Mercedes den Motor.
Es war eine ziemlich chaotische Schlussphase in der Qualifikation vor dem Ungarn-GP: Erst hatte Max Verstappen (Red Bull Racing) einen Dreher drin – und dann blieb George Russell plötzlich auf der Strecke stehen. Zweimal gelbe Flagge. Russell neben seinem Auto stehend: Ein Anblick, der den Formel-1-Fans mittlerweile ziemlich gut kennen. Doch diesmal war es kein Motoren- oder Batterieproblem.
Wasser tropfte auf Russells Reifen
George Russell erklärte nach der Session: «Wir hatten ein Wasserleck. Ich habe in Kurve 4 einen Hubbel getroffen. Bis dahin hat sich alles gut angefühlt und ich habe mir erst nichts dabei gedacht. Dann hat sich die Runde plötzlich nicht mehr gut angefühlt. Und dann hat mir mein Team mitgeteilt, dass da Wasser auf meinen Reifen ist. Wir haben in den Daten gesehen, dass meine Reifentemperatur auf den Hinterreifen runterging.» Kühlung mal anders – auf die schlechte Art.
Sein Team teilte ihm dann am Funk mit, als Vorsichtsmaßnahme zu stoppen. Aber weder das noch die gelbe Flagge durch den Verstappen-Dreher wirkten sich für ihn negativ aus. Russell keck: «Nein, die Flagge war kein Problem. Ich hatte Wasser.» Für Russell also am Ende Platz 7. Durch die Strafe für seinen Teamkollegen Antonelli rutscht er auf Platz 6 hoch. Er musste aber ohnehin eingestehen: «Die Top-3 wären definitiv nicht möglich gewesen.»
Motorentausch bei Russell – aber straffrei
Ist der Motor in Mitleidenschaft gezogen worden? Glücklicherweise wohl nicht, so Russell direkt nach der Session: «Ich glaube, es ist in Ordnung, aber das Team wird schauen, ob das wirklich so ist.» Wenig später teilte sein Team dann aber mit: Zur Sicherheit werde man vor dem Rennen die Antriebseinheit tauschen. Das ist dann sein vierter Motor der Saison, also noch im erlaubten Rahmen. Außerdem werde der Tausch vorgenommen, um eine beschädigte Komponente derselben Spezifikation auszutauschen. Entsprechend bekommt Russell dafür keine Strafe.
Und wie sind die Aussichten für den Grand Prix? Russell: «Unser Urteil am Freitag nach dem zweiten Training war, dass wir im Qualifying-Tempo zurücklagen, aber das schnellste Renntempo hatten. Das zeigt, dass es kein Autoproblem ist, sondern ein Reifenproblem. Aber mit Startplatz 7 wird es schwierig werden.» Da wusste er noch nichts von der Antonelli-Strafe
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