Nach Strategie-Patzer: Hat Hamilton das Vertrauen in Ferrari verloren?
In Singapur sorgte die Ferrari-Strategie für Lewis Hamilton wieder für Diskussionen. Karun Chandhok bezweifelt deshalb, dass das Vertrauen zwischen dem GP-Star und seinem Team noch intakt ist.
Vor dem GP in Singapur war Lewis Hamilton noch zuversichtlich, um den Sieg mitkämpfen zu können. Doch im Rennen sorgten ein paar fragwürdige Strategie-Entscheidungen dafür, dass der von Startplatz 3 losgefahrene Ferrari-Star als Sechster ins Ziel kam.
Nach dem Rennen wurde klar: Hamilton selbst trug seinen Teil bei. Obwohl das Team ihn bei der späten virtuellen Safety-Car-Phase an die Box rief, blieb er auf der Strecke. Teamchef Fred Vasseur erklärte hinterher, dass der siebenfache Weltmeister die Einfahrt zur Boxengasse verpasst hatte.
Dennoch glaubt Karun Chandhok, dass es bei Ferrari und Hamilton Klärungsbedarf gibt und dass das Team und sein Superstar einen Neuanfang wagen müssen. Denn schon in Malaysia war die Strategie der Roten ein Thema, als Hamilton auf Slicks statt Intermediates ausrückte.
«Das Vertrauen ist bereits leicht erschüttert, und hier in Singapur hat er ganz offensichtlich beschlossen, ihrer Entscheidung nicht zu vertrauen», sagt der frühere GP-Pilot und heutige TV-Experte im «Sky F1 Podcast», der die Ferrari-Strategie kritisiert: «Ich denke, Ferrari hat einige Dinge ziemlich schlecht gehandhabt. Sie haben ihn auf den Medium-Reifen starten lassen, und er war der Erste, der an die Box kam. Das ist also auf Anhieb etwas verwirrend. Von den sieben Erstplatzierten ist er der Einzige, der auf dem Medium-Reifen gestartet ist, und er war der Erste, der an die Box kam.»
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