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Stoner: «Die Leute glaubten, dass ich nur wegen der Ducati erfolgreich war»

Casey Stoner gewann 2011 an seinem Geburtstag den Australien-GP. Zudem konnte er sich damals vorzeitig seinen zweiten MotoGP-WM-Titel sichern – eine Leistung, die ihm nicht jeder zugetraut hatte.

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Am nächsten Wochenende geht es in der MotoGP-WM mit dem Australien-GP weiter. Jorge Martin (Aprilia) reist mit zwei Punkten Vorsprung auf Champion Marc Marquez (Ducati) nach Phillip Island. Die beiden werden auf der Traditionsstrecke wieder alles geben, um im Titelduell die Nase vorn zu haben.

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Einer, der sehr gute Erinnerungen an die Rennen auf Phillip Island hat, ist Casey Stoner. Der Australier ist dort immer noch der erfolgreichste Pilot der Königsklasse – er gewann seinen Heim-GP insgesamt sechs Mal. Seinen schönsten Sieg auf Phillip Island feierte die MotoGP-Legende im Jahr 2011: Stoner gewann den Grand Prix an seinem Geburtstag am 16. Oktober. Zudem sicherte er sich vorzeitig den WM-Titel.

«Eine Meisterschaft an deinem Geburtstag und bei deinem Heim-GP zu gewinnen … zudem war es dort der fünfte Rennsieg in Serie und mein zweiter Weltmeistertitel – all diese Dinge sind an einem Tag auf meiner Heimstrecke passiert. Ich denke, es gibt niemanden sonst in der Geschichte, dem das alles an einem Tag passiert ist», blickte Stoner in einem Video von den Kollegen von motogp.com zurück.

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Jorge Lorenzo verletzte sich bei einem Crash im Warm-up

Vor den letzten drei Saisonrennen 2011 hatte Stoner einen großen Vorsprung auf Jorge Lorenzo (Yamaha), der in der WM-Wertung Zweiter war. Ein Ereignis vor dem Australien-GP veränderte schlagartig die Strategie von Stoner für das Rennen. «Es war ein sehr schwieriger Tag. Unglücklicherweise hatte Jorge im Warm-up am Morgen einen Crash, wobei er sich den Finger verletzte», erinnerte sich Stoner. «Er hat dann entschieden, das Rennen nicht zu fahren und das hat meine Einstellung komplett verändert – von dem Gedanken, das Rennen zu gewinnen, zum Vorhaben, dass ich es nur in den Top-4 beenden muss, um die Meisterschaft vorzeitig zu gewinnen.»

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Stoner ging von der Pole-Position ins Rennen und zeigte auf seiner Paradestrecke von Beginn an einen enormen Speed. «Die Bedingungen waren trocken, weshalb ich zuversichtlich war. Wir wussten, dass wir gewinnen werden, aber dann fing es nach drei Viertel des Rennens an zu regnen und ich wäre fast gestürzt. Viele Leute sind damals gestürzt», schilderte der 41-Jährige die Ereignisse von damals. Unter den gestürzten Fahrern war auch Valentino Rossi, der damals für Ducati fuhr. «Ich wollte dann kein allzu hohes Risiko eingehen, weil wir diese Meisterschaft gewinnen mussten. Gleichzeitig willst du das Rennen gewinnen. Ich hatte deshalb den inneren Kampf: Wie viel kann ich pushen, wie viel Risiko kann ich gehen? Es war schwierig, die Balance zu finden und das Motorrad nach Hause zu bringen.»

Stoner gewann das Rennen 2,2 Sekunden vor Marco Simoncelli. Dritter wurde Andrea Dovizioso, Vierter Dani Pedrosa – vier Honda waren in den Top-4. Und Casey Stoner holte sich vorzeitig seinen zweiten WM-Titel.

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Casey Stoner: «Ich musste lange viel Kritik einstecken»

Der MotoGP-WM-Titel 2011 war zudem eine große Genugtuung für Stoner. Nach seinem ersten Titel in der Königsklasse im Jahr 2007, den er mit Ducati geholt hatte, trauten ihm viele keinen zweiten Titelgewinn zu. «Ich musste lange viel Kritik einstecken. Wegen des starken Motors der Ducati dachte jeder, dass ich damals einfach nur das beste Bike hatte. Die Leute glaubten nicht an mein Talent, sie dachten, dass ich nur wegen der Ducati erfolgreich war», erklärte Stoner. «Ich bin damals zu Honda gewechselt und sie waren lange Zeit nicht erfolgreich. Wir haben dann die Meisterschaft gewonnen und dasselbe erreicht, wie bei Ducati. Das hat mich mit Stolz erfüllt! Ich gewinne Rennen und Meisterschaften nicht nur für mich – wir gewinnen und verlieren als Team. Das alles an diesem Tag zu erreichen – die Meisterschaft vorzeitig zu gewinnen –, war für uns sehr emotional.»

2011 erzielte Casey Stoner in seinem ersten Jahr bei Honda zehn GP-Siege – so viele wie 2007 mit Ducati. 2012, in seiner letzten MotoGP-Saison, gewann er den Australien-GP zum sechsten Mal in Folge.

Eine Woche nach dem vorzeitigen Titelgewinn von Casey Stoner erlebte die MotoGP-WM einen der schwärzesten Tage: Am 23. Oktober 2011 verunglückte Marco Simoncelli in Sepang.

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