Besonderer Name für Formel-1-Fahrzeug: Williams bricht mit der Tradition
Im nächsten Jahr feiert das Williams-Team sein 50-jähriges Bestehen. Deshalb weicht der Traditionsrennstall aus Grove beim Fahrzeugnamen für 2027 von der üblichen Vorgehensweise ab.
Für das Williams-Team steht nach der aktuellen Saison ein ganz besonderes Jahr an: 2027 feiert der Traditionsrennstall aus Grove sein 50-jähriges Bestehen. Deshalb haben sich die Team-Verantwortlichen darauf geeinigt, bei der Namensgebung des GP-Renners für 2027 von der Tradition abzuweichen und dem Auto den Namen FW50 zu geben.
Eigentlich wäre nach der diesjährigen Bezeichnung «FW48» der Name «FW49» an der Reihe gewesen (wobei die Buchstaben FW für den Teammitgründer und langjährigen Teamchef Frank Williams stehen, der im November 2021 verstarb).
Es ist nicht das erste Mal, dass Williams eine Bezeichnung «überspringt» Bereits 2017 wurde statt des Namens FW39 die Bezeichnung FW40 gewählt, um das 40-jährige Jubiläum zu feiern. Im FW40 rückten damals Felipe Massa und Lance Stroll aus.
Die Formel-1-Teams wählen die Namen für ihre Boliden ganz individuell und auch andere Rennställe haben sich bei besonderen Anlässen für Bezeichnungen entschieden, die nicht dem üblichen Muster folgen. So hiess der McLaren-Renner von 2023 MCL60, weil der britische Rennstall aus Woking seinen 60-jährigen Geburtstag feierte.
Das Williams-Team ist nach Ferrari und McLaren der dritte Rennstall, der 50 aufeinanderfolgende WM-Teilnahmen in der Vierrad-Königsklasse feiert. Die Fans dürfen sich im Jubiläumsjahr auf viele verschiedene Aktionen freuen, um die Geschichte des Rennstalls zu feiern, der vor 50 Jahren in London ins Leben gerufen wurde.
F1-Fans wählen Williams-Speziallackierung für Silverstone
So gibt es etwa die interaktive Ausstellung «W50 Live» in Waterloo, London, bei der von 11. bis 28 Februar 2027 auch viele GP-Renner aus der Vergangenheit zu bewundern sein werden. Zudem werden sie im nächsten Jahr die Lackierung für das Rennwochenende in Silverstone wählen dürfen. Auf dem britischen Traditionskurs erreichte das Williams-Team gleich mehrere Meilensteine, so feierte man 1979 mit Clay Regazzoni den ersten GP-Sieg, und auch den 100. GP-Triumph fuhr Jacques Villeneuve in Silverstone ein.
«Es sit unglaublich, wenn man bedenkt, dass seit Frank Williams dieses Team quasi aus dem Nichts aufgebaut hat – mit der Entschlossenheit, gegen die Giganten des Motorsports anzutreten und zu gewinnen, bereits über 100 Formel-1-Teams gekommen und gegangen sind», erklärt Teamchef James Vowles. «Diese Unabhängigkeit, Leidenschaft und der unerbittliche Siegeswille sind auch zu Beginn unseres 50. Jahres weiterhin Teil unserer DNA. Mit unseren Feierlichkeiten werden wir einer neuen Generation von Fans die Helden und Geschichten näherbringen, die das Vermächtnis von Williams geprägt haben – und die uns dabei unterstützen werden, neue Höhepunkte zu erreichen.»
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