Xavi Vierge: Mit zerstörten Reifen die einzigen Yamaha-Punkte eingefahren
Yamaha trat bei der Superbike-WM 2026 in Jerez kaum in Erscheinung. Es war Xavi Vierge zu verdanken, dass die R1 am letzten Renntag überhaupt zu sehen war. Es war sein Abschiedsgeschenk.
Nach vier schwierigen Jahren mit Honda dockte Xavi Vierge für die Superbike-WM 2026 im Yamaha-Werksteam an und hatte berechtigte Hoffnungen, dass es mit seinen Ergebnissen aufwärtsgehen würde. Doch die immer stärker werdende Konkurrenz ließ die R1 zunehmend schwächer aussehen. Tatsächlich war der Katalane in jeder Saison mit Honda erfolgreicher als in seiner einzigen Saison mit Yamaha! Hinsichtlich eingefahrener Punkte und auch der WM-Platzierung.
Das Saisonfinale in Jerez markierte gleichzeitig das letzte gemeinsame Wochenende. Schon länger war klar, dass sich die Wege von Yamaha und Vierge nach nur einer Saison trennen werden. Der 29-Jährige war der einzige Yamaha-Pilot, dessen Vertrag endete, und musste deshalb dem aus der MotoGP kommenden Jack Miller Platz machen.
Xavi Vierge: Bester Yamaha-Pilot in Jerez
Vierge sorgte dafür, dass man ihn in guter Erinnerung behalten wird, und war in jeder Session der mit Abstand beste Yamaha-Pilot – trotz eines Sturzes in der Superpole. Sein Ausfall im ersten Lauf auf Platz 11 war einem technischen Defekt geschuldet.
Am Rennsonntag verabschiedete sich der Spanier mit den Plätzen 9 und 12 von seinem Team. «Es war ein solider Tag», meinte Vierge. «Vor allem das Superpole-Race, bei dem wir ein wirklich starkes Tempo hatten. Ich bin mit dem normalen Rennreifen gefahren und konnte mich gut zurückkämpfen, wobei ich unter den ersten Neun mitgekämpft habe. Das ist immer schön, denn so startet man das lange Rennen aus den ersten drei Reihen – und das Überholmanöver in der letzten Runde hat sich auch großartig angefühlt.»
Im zweiten Lauf behauptete sich Vierge zehn Runden lang in den Top-10. Mit nachlassenden Reifen wurde er ein leichtes Opfer. «Wir wussten, dass das Rennen schwer werden würde, denn das Reifenmanagement über 20 Runden unterscheidet sich stark von dem über 10 Runden. Ich hatte einen guten Start und war mit den anderen Fahrern auf Augenhöhe, aber Runde um Runde musste ich die Reifen zu sehr beanspruchen, um mithalten zu können. Leider wurde ich dann langsamer», erklärte der Yamaha-Pilot. «Trotzdem habe ich bis zum Schluss alles gegeben. Das Ergebnis spiegelt nicht die Arbeit wider, die wir das ganze Jahr über geleistet haben, aber wir beenden die Saison mit einem soliden Tag. Ich möchte dem Pata Maxus Yamaha-Team für all die harte Arbeit in diesem Jahr danken und wünsche ihm viel Erfolg für die Zukunft.»
Vierge beendet die Superbike-WM 2026 trotz neun Ausfällen mit 113 Punkten als WM-13. Bester Yamaha-Pilot wurde Andrea Locatelli mit 121 Punkten auf dem zwölften Rang. Für die kommende Saison einigte sich der Spanier mit dem Ducati-Team Barni Racing als Nachfolger von Álvaro Bautista.
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