Vorwurf von Lewis Hamilton an Leclerc: Das sagt Ferrari-Teamchef Vasseur
Lewis Hamilton ist überzeugt: Charles Leclerc geht im teaminternen Ferrari-Duell aktuell härter vor als gegen seine früheren Teamkollegen. Teamchef Fred Vasseur hat auf diesen Vorwurf reagiert.
Nachdem Charles Leclerc und Lewis Hamilton in Mexiko ein hartes Duell austrugen, das beide neben die Strecke zwang und letztlich dafür sorgte, dass keiner der Beiden das Rennen gewinnen konnte, herrschte dicke Luft zwischen den Ferrari-Teamkollegen. Diese ist noch nicht verflogen, wie der siebenfache Weltmeister am Medien-Donnerstag in Interlagos bewies.
Hamilton unterstellte seinem Stallgefährten, dass dieser härter gegen ihn als gegen frühere Teamkollegen oder andere Gegner zu Werke geht. Er ätzte: «Guckt euch Singapur an, da war er auf der gleichen Höhe neben Max und er ist vom Gas gegangen. Das ist schon etwas Anderes. Und es war auch so, als er gegen Sebastian Vettel und Carlos Sainz kämpfte.»
Sieht das Teamchef Fred Vasseur auch so? Der Franzose sagt am Rande der brasilianischen Formel-1-Strecke in São Paulo: «Ich bin mir nicht sicher, dass Lewis sowas gesagt hat. Er sagte, dass Charles etwas härter gegen ihn gefahren ist als gegen ein paar andere Fahrer. Aber wenn man sich anschaut, was Charles in Austin im ersten Sektor gemacht hat. Jeder sagte, das war magisch. Der Grat ist sehr schmal zwischen diesen beiden Fahrern. Aber man muss auch festhalten, dass sie sich nicht berührt haben. Es war also nicht aggressiv.»
Klare Message für Lewis Hamilton und Charles Leclerc
Das Team habe eine Aussprache gehabt, verriet der Ingenieur: «Wir haben gestern Abend darüber gesprochen, denn ich musste zwischen den beiden Rennen nach Europa zurückfliegen. Aber es lief gut. Es war auch gut, dass wir darüber diskutiert haben, gut, dass wir meine Position und ihre Ansichten geklärt haben. Und nun schliessen wir dieses Kapitel ab und fokussieren uns aufs nächste Rennen.»
Auf die Frage, was sich geändert habe, erklärte Vasseur: «Die Richtlinien haben sich nicht verändert, die sind die gleichen. Aber ich glaube, dass sich vielleicht etwas Frust angestaut hat. Denn sie starten jedes Wochenende nebeneinander. Aber letztlich sind die Vorgaben die gleichen geblieben, sie müssen sich gegenseitig respektieren, und anerkennen, dass sie beide zwei Fahrer mit viel Kampfgeist sind. Aber in erster Linie müssen sie die Marke, das Team und die Leute, die zuhause und an der Strecke arbeiten, respektieren. Ich glaube, diese Message ist klar und wird auch klar bleiben.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






