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Domi Aegerter: Startplatzstrafe, Aufholjagd – «mein Bestes war nicht genug»
Yamaha hat in der Superbike-WM 2026 weiter einen schweren Stand. Auf dem Autodrom Most erreichte Aushängeschild Andrea Locatelli nur die Top-10, gleichzeitig droht neue Konkurrenz von Kawasaki.
Bei Yamaha herrscht im besten Fall Stillstand, von Fortschritten kann man auch nach dem fünften Saisonevent der Superbike-WM 2026 nicht sprechen. Eine positive Erkenntnis vom Meeting in Most ist allenfalls, dass Andrea Locatelli mit der Yamaha R1 wieder eine Einheit bildet.
Mit den Platzierungen 8, 11 und 9 war Locatelli in Most der beste Yamaha-Pilot. «Ich finde, wir haben uns im ersten Rennen relativ gut geschlagen. Ich bin mehr oder weniger zufrieden mit meiner Leistung, da ich in jeder Runde kämpfen konnte und immer versucht habe, mein Bestes zu geben», erzählte Locatelli. «Aber natürlich müssen wir für die langen Rennen daran arbeiten, unsere Pace zu verbessern, um stärker um die Top 5 mitkämpfen zu können. Das sind nicht die Ergebnisse, die wir uns wünschen, aber sagen wir mal, wir arbeiten weiter in die richtige Richtung, und die Top-5 waren nicht weit entfernt. Ich habe versucht, in jeder Session mein Bestes zu geben, konzentriert zu bleiben, an mir selbst zu arbeiten.»
Man muss auch berücksichtigen, dass Locatelli nach dem Sturz auf dem Balaton Park Circuit vor zwei Wochen nicht in Bestform nach Tschechien reiste. «Bei dem Crash in Ungarn hatte ich mir die Hüfte geprellt, weshalb der Freitag für mich anfangs etwas schwierig war», erklärte der Italiener. «Dank der Unterstützung unseres Team-Physiotherapeuten ging es mir Schritt für Schritt besser. Ab dem zweiten freien Training hatte ich im Allgemeinen ein gutes Gefühl mit meiner R1, und wir haben bis zum Ende von Rennen 2 heute hart gearbeitet – wir haben versucht, eine gute Lösung für das Set-up zu finden.»
Die Kehrseite der Medaille: Am Rennwochenende in Tschechien war nicht nur Ducati und Bimota vor Yamaha platziert, sondern auch Kawasaki. Mit drei Top-6-Ergebnissen bewies Garrett Gerloff mit der einzigen ZX-10RR, dass man auch mit einem betagten Motorrad vordere Positionen einfahren kann. Der Texaner ist als WM-Zehnter punktgleich mit Locatelli (68 P.) auf Rang 11.
Seit 2021 in der Superbike-WM mit Yamaha war Locatelli noch nie so schlecht platziert wie in diesem Jahr. Seine schlechteste Saison war WM-Siebter 2024, aktuell belegt er Rang 11. «Wenn ich etwas von meiner Seite aus tun kann, dann ist es auch, eine positive Einstellung zu bewahren und mein Bestes zu geben», betonte Loka. «Wir müssen alles berücksichtigen und versuchen, das Maximum aus dem herauszuholen, was wir haben. Wir wissen, dass unsere Konkurrenten ebenfalls hart arbeiten und es nicht einfach ist, mit ihnen mitzuhalten.»
Am 21. und 22. Mai testen mehrere Superbike-Teams in Misano, auch Yamaha nutzt diese Gelegenheit. «Ich freue mich sehr auf den Test. Es ist wichtig, dass wir unter guten Bedingungen richtig einschätzen können, woran Yamaha gearbeitet hat», erklärte der 29-Jährige. «Wir müssen versuchen, in einigen Bereichen, in denen wir uns verbessern müssen, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen.»
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