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Jetzt weiß Yamaha: Auch ein altes Motorrad kann die Top-5 erreichen
Der zweifache Supersport-Weltmeister Dominique Aegerter sehnt den Juni herbei, dann geht es mit der Werks-Kawasaki endlich zum Testen. Most entwickelte sich für die Grünen zum harten Pflaster.
Den ersten Schock gab es für das Kawasaki-Werksteam nach dem Qualifying, das schon nicht gut gelaufen war: Jeremy Alcoba und Dominique Aegerter wurden im Autodrom Most wegen Bummelns um sechs Startplätze nach hinten strafversetzt, womit sie nur noch auf den Grid-Positionen 17 und 26 standen.
Während es Alcoba im ersten Rennen mit deutlichen 14,5 sec Rückstand als 13. immerhin in die Punkte schaffte, war für Aegerter auf Platz 18 Schluss. «Der Start weit hinten war keine Hilfe», formulierte Domi das Offensichtliche. «Deswegen hatte ich in den ersten Runden viele Kämpfe. Erst als ich mein Tempo fahren konnte, war es nicht mehr so schlimm und ich konnte gegen Ende einige Gegner überholen. Aber außerhalb der Punkte zu landen, ist enttäuschend.»
Für das zweite Rennen standen Alcoba und Aegerter auf den Startplätzen 12 und 20, die Zielflagge sahen sie als Achter und Zwölfter. Zu Doppelsieger Valentin Debise auf der chinesischen ZX Moto fehlten Alcoba 9 sec, Domi verlor knapp 13.
Aegerter kämpfte nicht nur gegen die kühlen Bedingungen in Nordböhmen, sondern auch weiterhin mit seiner Kawasaki. Die Umstellung fällt ihm bei seiner Rückkehr in die hart umkämpfte Supersport-WM nicht so leicht wie gedacht, deshalb sehnt er den Juni herbei, dann geht es endlich zum Testen mit der ZX-6R 636. Am Montag nach Aragon ist ein Test mit dem nächstjährigen Reifenausrüster Michelin im MotorLand angesetzt, vor Misano Mitte Juni folgt dann noch ein zweitägiger Privattest, wahrscheinlich in Cremona. Im Winter war zwar ein umfangreiches Testprogramm vorgesehen, doch dieses hat es komplett verregnet.
Dass er im zweiten Rennen acht Gegner überholen und vier WM-Punkte mitnehmen konnte, ist zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer für den Supersport-Champion von 2021 und 2022, der in der Gesamtwertung mit 25 Zählern lediglich auf Position 17 liegt und nur ein Drittel der Punkte von Alcoba (76, Rang 8) hat.
«Wir brauchen mehr Kilometer und müssen herausfinden, was mir besser gefällt», hielt Aegerter fest. «Wir haben einen Schritt im Vergleich zu Samstag gemacht; wir müssen jedoch sehen, wo wir uns weiter verbessern können. Das Wichtigste ist, am Freitag näher an der Spitze zu beginnen, was auch für die Superpole gilt, damit wir weiter vorne in der Startaufstellung stehen. Dieses Wochenende hat gezeigt, wo wir den Hebel ansetzen müssen. In zwei Wochen steht Aragon an, danach haben wir einen Test, bei dem wir versuchen können, das Motorrad stärker zu modifizieren, denn während eines Rennwochenendes bleibt dafür nicht genügend Zeit. Ich habe mein Bestes gegeben, aber es war nicht genug. Wir geben niemals auf und arbeiten noch härter.»
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