Johnny Herbert: «Verstappen neben Norris bei McLaren? Wie Senna und Prost»
Johnny Herbert hat in der Königsklasse 161 WM-Läufe bestritten und drei davon gewonnen. Der 62-jährige Engländer hat sich Gedanken darüber gemacht, wie die Zukunft von Max Verstappen aussehen könnte.
Immer wieder wird darüber spekuliert, dass Max Verstappen seinen Rennstall Red Bull Racing verlassen könnte. Auch GP-Sieger Johnny Herbert gibt das zu denken, und beim Portal Vision4Sport sagt der WM-Vierte von 1995, wie er die Zukunft des Niederländers sieht.
Herbert (161 Grands Prix, 3 Siege) findet: «Natürlich höre ich auch diese Gerüchte über McLaren und einen angeblichen Tausch zwischen Oscar Piastri und Max Verstappen bei Red Bull Racing. Aber ich bin mir sicher, dass das Management von Verstappen auch mit Mercedes und Ferrari in Kontakt bleibt.»
«Es wäre töricht von Max Verstappens Mannschaft, nicht mit diesen grossen Teams zu sprechen, denn man muss sicherstellen, dass man auf alle Eventualitäten gefasst ist.»
«Aber gibt es für ihn wirklich einen Grund abzuspringen? Wenn wir uns ansehen, was Red Bull Racing in dieser Saison geleistet hat, war es eine unglaubliche Steigerung in sehr kurzer Zeit.»
«In Österreich war Max verflixt nah dran an Mercedes. Er hätte in Startreihe 1 vorstossen können, wenn er in der Quali nicht gecrasht wäre. Und dann hat er auch im Rennen sein Tempo gezeigt und den Sieg gegen Russell nur knapp verpasst.»
«Red Bull Racing ist wieder im Spiel, und natürlich ist dies das stärkste Argument, um Verstappen bei der Stange zu halten.»
«Wer von Verstappen zu McLaren spricht, der muss das auch mal zu Ende denken. Wenn Max zu McLaren käme, würde er Lando Norris die Zügel aus der Hand nehmen wollen. Genau das hat Michael Schumacher mit fast all seinen Stallgefährten gemacht, und das hat Ayrton Senna in vielerlei Hinsicht mit Alain Prost gemacht. Man muss als Top-Fahrer die Fähigkeit haben, das Team auf seine Seite zu bringen.»
«Lando Norris weiss ganz genau: Max schreckt vor nichts zurück. Verstappen und Norris im gleichen Team, das wäre hitzig. Das würde Feuerwerk geben, das McLaren irgendwie kontrollieren müsste, nicht unähnlich der Lage mit Alain Prost und Ayrton Senna.»
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