Ferrari-Star Charles Leclerc: «Die meisten Fahrer macht das etwas traurig»
Charles Leclerc sprach vor dem Start des Silverstone-Wochenendes über die Sorgen, die alle Formel-1-Piloten teilen. Der Ferrari-Star sprach auch über die Probleme, die ihn seit einigen Rennen quälen.
Charles Leclerc erlebte beim jüngsten Formel-1-Kräftemessen auf dem Red Bull Ring eine Enttäuschung: Nachdem der Monegasse im Qualifying von Max Verstappens Unfall profitiert hatte und den zweiten Startplatz bejubeln konnte, schaffte er es am Rennsonntag nicht über den achten Platz hinaus. Die enttäuschende Form warf viele Fragen auf. Einige konnte er in den Tagen nach dem Fallen der Zielflagge nicht beantworten, wie er im Fahrerlager von Silverstone gestand.
«Es half natürlich, dass das Wochenende ohne grosse Probleme verlief, mit jeder Runde hat sich in Österreich ein Trend abgezeichnet. Wir waren am Samstag ziemlich stark, das änderte sich dann am Sonntag, und das unterscheidet sich von der bisherigen Saison. Denn normalerweise sind wir im Rennen stärker als im Qualifying. Wir hatten also viel Arbeit vor uns, sowohl das Team als auch ich hatten viel zu tun, um zu verstehen, was wir am Sonntag besser hätten machen können», schilderte der Monegasse.
Weniger Fahrspass auf den Traditionsstrecken
«Es war sicherlich kein einfacher Rennsonntag für das Team und speziell auch für mich. Deshalb ist es das Beste, wenn ich einfach so hart wie möglich arbeite, um zu verstehen, was seit einigen Rennen nicht mehr stimmt. Ganz ehrlich, die letzten Rennen waren schwierig, aber für mich war klar, was mir Mühe bereitete. Dann haben wir eine Änderung vorgenommen, und sowohl mein Gefühl als auch das Tempo haben sich verbessert. Aber in Österreich hatte ich am Sonntag deutlich mehr Mühe als davor, und ich habe viel Aufwand betrieben, um einige Dinge zu verstehen. Ob das reicht, weiss ich nicht, eigentlich reicht es nie, und ich werde weiter so hart wie möglich arbeiten und versuchen, mehr Leistung zu finden», ergänzte der 28-Jährige.
Zu den persönlichen Problemen kommt auch noch die Sorge um den Fahrspass auf Traditionskursen wie Silverstone, die Leclerc mit allen Piloten teilt. Er sagt: «Ich denke, die meisten Fahrer macht das etwas traurig, denn Strecken wie Silverstone, Spa oder Suzuka sind Kurse, auf denen der Mutigste im Qualifying belohnt wurde. Man war am Limit, und das bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Nun sind die Highspeed-Kurven wegen des veränderten Energie-Managements eher mittelschnelle Ecken, und ich weiss nicht genau, was ich erwarten soll. Ich habe einen Verdacht, und ich bin mir sicher, dass es sich nicht so speziell wie früher anfühlen wird.»
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