Kimi Antonelli (2.): Rätsel um den verbesserten Mercedes endlich gelüftet?
Mercedes brachte zum Bahrain-GP in Malaysia einen verbesserten Wagen auf die Bahn. Aber Kimi Antonelli meinte: «Es ist noch nicht gelungen, das Potenzial nutzen.» Hat es nun in Texas Klick gemacht?
Mercedes wagte beim Nacht-GP von Singapur einen ungewöhnlichen Lösungsansatz: George Russell ging mit jener Rennwagen-Konfiguration, die Mercedes noch in Baku verwendet hatte; Kimi Antonelli hingegen vertraute in Singapur auf das geänderte Modell, das Mercedes erstmals beim Bahrain-GP in Malaysia auf die Bahn gebracht hatte.
Hintergrund: Das Evo-Paket wurde in Malaysia nicht ideal ausgelotet, aber es bietet gemäss Daten mehr Potenzial als die alte Spezifikation. Und auch Kimi Antonelli glaubte fest an den Wagen. «Ich weiss, dass wir wir damit einen Schritt nach vorne machen, wir müssen es nur schaffen, alles in Einklang zu bringen.»
Auf dem texanischen Circuit of the Americas (COTA) drängt sich die Frage auf: Ist das Rätsel um den verbesserten Mercedes endlich gelüftet? Antonelli im zweiten Training mit der zweitschnellsten Rundenzeit, nur Charles Leclerc im Ferrari war noch flotter unterwegs.
Kimi sagt: «Das Auto fühlte sich besser an als in Malaysia und Singapur. Uns ist in Sachen Abstimmung auch ein guter Fortschritt gelungen vom ersten zum zweiten Training.»
«Es bleibt knifflig, das Beste aus dem Wagen zu holen, vor allem im Dauerlauf, wenn die Reifen abbauen, ist das ein hartes Stück Arbeit. Aber wir arbeiten ständig daran, die Verbesserungen besser zu verstehen. Das beginnt sich nun langsam auszuzahlen.»
Die Verletzung der Pistengrenzen wird in der Quali und wohl auch im Rennen ein heisses Eisen sein. Kimi grinst: «Oh ja, du bist ratz-ratz neben der Bahn. Auch ich muss versuchen, die Grenzen besser auszuloten, also möglichst schnell zu sein, aber halt nicht neben der Bahn zu landen.»
«Das Rauf und Runter dieser Rennstrecke macht die Aufgabe schwieriger, dazu kommt der Wind, der dich in gewissen Kurven übel erwischen kann. Auch in den Bremszonen musst du höllisch aufpassen, einmal etwas zu sehr verzögern, schon blockiert ein Rad, und du landest neben der Bahn.»
Der stellvertretende Mercedes-Teamchef Bradley Lord ergänzt zum Freitagtraining: «Es ging heute darum, den Wagen ins beste Arbeitsfenster zu bringen und – auf eine schnelle Runde – die Hinterreifen bis zum Schluss durchhalten zu lassen.»
«Wir haben einige Ausrutscher gesehen, auch etwa von George Russell, aber das hatte nichts mit dem Evo-Paket und der Abstimmung zu tun, sondern eher mit Reifen, die schon abgenutzt waren; oder mit einer bestimmten Motoreinstellung in jenem Moment.»
«Wir haben es im zweiten Training geschafft, mehr aus dem Auto zu holen. Wir glauben noch immer, dass das optimale Arbeitsfenster des verbesserten Rennwagens recht eng ist, wir müssen es nur treffen.»
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