1. Training USA-GP: Leclerc vor Verstappen, Hamilton auf P6, erste Strafe!
Erstes Training zum USA-GP auf dem Circuit of the Americas bei Austin (Texas): Leclerc-Bestzeit, vor Verstappen/Norris. WM-Leader Antonelli auf P5, Ferrari-Star Hamilton P6, erste Strafe bestätigt.
Die ersten 60 Trainingsminuten auf dem wunderbaren Circuit of the Americas (COTA) ausserhalb der texanischen Stadt Austin: Die Tribünen bereits sehr gut gefüllt. Schon morgens um 7.30 Uhr standen die Zuschauer auf dem Weg zur Strecke im Stau, dabei begann Training Nummer 1 erst fünf Stunden später.
Vor einem Jahr wurde hier im Sprintformat gefahren, dieses Jahr wieder im klassischen Ablauf, also mit zwei freien Trainings am Freitag, einem dritten am Samstag, der Quali vom Samstag und dann dem Grand Prix am Sonntag.
Die Formel 1 boomt in Amerika, das ist am COTA deutlich zu spüren. Die Fahrer gingen bei 28 Grad Lufttemperatur auf die wellige Bahn, die Strecke aufgeheizt auf 41 Grad.
Und das brachten die Teams an neuen Teilen nach Texas: McLaren mit aerodynamischen Retuschen um Vorder- und Hinterräder, um den Luftwiderstand zu verringern. Dazu mit einem neuen Diffuser, der bei jedem Tempo konstanteren Abtrieb garantieren soll. Red Bull Racing mit einem modifizierten Frontflügel.
Ferrari mit einem stattlichen Update: Neuer Unterboden, veränderte Seitenkästen mit kleinerem Lufteinlass, dazu enger geschnitten zum Boden und auch zum Heck hin. Ergänzend dazu ein neuer Diffuser (das aufsteigende Ende des Unterbodens).
Ebenso umfangreich das Evo-Paket bei den Racing Bulls: Unterboden, Seitenkästen, Frontflügel, Heckflügel, alles verbessert.
Audi zeigt in Texas optimierte Belüftung der Vorderbremsen, einen am vorderen Rand geänderten Unterboden sowie eine neue Rückspiegel-Aufhängung. Alpine mit neuem Heckflügel und Aero-Optimierungen an der Hinterradaufhängung. Cadillac mit anderen Unterboden sowie verbesserten Abluft-Kiemen an der Motorverkleidung.
Ohne neue Teile in den USA: Mercedes, Williams, Aston Martin und Haas.
Zu Beginn des ersten Trainings viele Auto mit voluminösen Rechen für Aero-Messungen. Max Verstappen monierte eine Lenkung, «die sich in Linkskurven seltsam anfühlt, so als wäre etwas blockiert».
Stand nach 15 Minuten: Leclerc, Hamilton, Norris, Piastri, Hadjar und Verstappen, Audi-Fahrer Hülkenberg auf Platz 10.
Zwischendurch News von der FIA: Der Engländer Arvid Lindblad musste frische Motorenteile einbauen lassen, daher wird er strafversetzt – mindestens um fünf Ränge, möglicherweise ans Ende des Feldes, falls noch mehr neue Teile eingebaut werden als der Verbrenner.
Ferrari gab weiter den Ton an, Stand nach 30 Minuten: Leclerc, Hamilton, Norris, Antonelli, Russell, Piastri, Verstappen zu diesem Zeitpunkt nur Neunter, Hülkenberg auf P13.
Leclerc, Austin-Sieger 2024, senkte seine Bestzeit auf weichen Pirelli-Reifen um eine glatte halbe Sekunde, während sein Ferrari-Stallgefährte Lewis Hamilton die knifflige Kurve 1 versemmelte.
Die Antwort von Max Verstappen kam postwendend: nur 84 Tausendstel hinter Leclerc neu auf P2. Da konnte WM-Leader Antonelli nicht mithalten – Drittschnellster, aber fast eine halbe Sekunde hinter Leclerc.
Verstappen an diesem Wochenende mit Tom Hart als Renningenieur an seiner Seite, nicht mit Gianpiero Lambiase.
George Russell liess beim Anbremsen der ersten Kurve das linke Vorderrad verrauchen, Runde in der Tonne.
Max Verstappen nahm einen frischen Anlauf, um die Bastion Leclerc zu stürmen – und es klappte! 1:35,860 min, 192 Tausendstel schneller als der Ferrari-Fahrer. Dann aber wurde dem Niederländer die Runde gestrichen: zu weit neben der Bahn in Kurve 12.
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