Marko über Max Verstappen: «Dann war der Teufel los»
Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko sprach am Montag in der ServusTV-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» über die Kollision von Max Verstappen und George Russell beim GP in Barcelona.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Dr. Helmut Marko flog gleich nach der Rückkehr aus Barcelona wieder weiter nach Salzburg. Dort war der Grazer am Montagabend bei der ServusTV-Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" im Studio in Salzburg zu Gast. Und er nahm im Formel-1-Talk zum Spanien-GP Stellung zu den Geschehnissen. Dabei ging es natürlich auch um Schützling und Weltmeister Max Verstappen und dessen späte Kollision mit Mercedes-Pilot George Russell.
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Zur Red Bull Racing-Strategie in Barcelona sagt Marko: "Die Entscheidungen fallen an der Boxenmauer. Da sind 70 Leute, die alles zuarbeiten. Wir sind mit einer 2-Stopp-Strategie ins Rennen gegangen und haben gesehen, dass wir mit McLaren nicht mitgehen können. Dann haben wir gewechselt und wir waren dann nur eine Sekunden hinter Norris. Bis dahin war alles gut." "Dann kam im ungünstigsten Moment das Safety-Car und bei uns gab es nur einen harten und einen weichen-Reifen, der etwa sieben Runden alt war. Der Fehler war der harte Reifen. Die zwei McLaren hätten uns wahrscheinlich geschnappt, aber es wäre besser gewesen, wenn wir draußen geblieben wären oder den weichen Reifen genommen hätten", erzählt der 82-Jährige.
"Das Safety-Car hat vier Runden gedauert. Oscar Piastri ist auch ziemlich ausgebufft, hat dann ganz langsam getan, da werden die Reifen kalt. Man hat gesehen, Max hat das Auto fast verloren am Ausgang der Zielkurve. Max hat dann gefragt und wir haben es ihm die Entscheidung erklärt. Das wird im Team entschieden", schildert Marko weiter.
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Der Doktor weiß: "Lando Norris war in unserer Reichweite, Oscar nicht. Aber es war eben unser Ziel, die Zwei zu splitten. Auf der Geraden ist Charles Leclerc dem Max dann fast ins Auto gefahren und das bei mehr als 300 km/h – und dann kam noch Russell daher."
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Verstappen hatte die Lage sofort auf dem Radar. Marko: "Es war alles sehr eng – die Zehn-Sekunden-Strafe hatte damit drastischere Auswirkungen. Er wollte den Platz erst nicht zurückgeben, dann kam aber die Ansage, er soll es tun. Russell hat zu spät gebremst und Max musste ausweichen. Max meinte dann wegen der Rückgabe der Position ‚nein‘ – wir haben aber gesagt, das Risiko ist zu groß."
Zum Unfall mit Russell sagt Marko: "Max ist vom Gas gegangen, das sieht man auf der Telemetrie genau, und ist dann wieder aufs Gas. Das war eine Fehleinschätzung – dann war natürlich der Teufel los!" Der frühere Rennfahrer resümiert: "Das Auto ist halt zu langsam, wir waren drei Zehntel hinten. Alles was gemacht wurde, hat McLaren auch gemacht, sie haben es teilweise bei McLaren noch besser gemacht und wir haben gesehen: McLaren ist haushoch überlegen!" Spanien-GP, Circuit de Barcelona-Catalunya
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01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:32:57,375 h 02. Lando Norris (GB), McLaren, +2,471 sec 03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +10,455 04. George Russell (GB), Mercedes, +11,359 05. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +13,648 06. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +15,508 07. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +16,022 08. Pierre Gasly (F), Alpine, +17,882 09. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +21,564 10. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +21,826 11. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +25,532 12. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +25,996 13. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +28,822 14. Carlos Sainz (E), Williams, +29,309 15. Franco Colapinto (IR), Alpine, +31,381 16. Esteban Ocon (F), Haas, +32,197 17. Oliver Bearman (GB), Haas, +37,065 Out Kimi Antonelli (I), Mercedes, Antriebseinheit Alex Albon (T), Williams, Aufgabe WM-Stand (nach 9 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints) Fahrer 01. Piastri 186 Punkte 02. Norris 176 03. Verstappen 137 04. Russell 111 05. Leclerc 94 06. Hamilton 71 07. Antonelli 48 08. Albon 42 09. Hadjar 21 10. Ocon 20 11. Hülkenberg 16 12. Stroll 14 13. Sainz 12 14. Gasly 11 15. Tsunoda 10 16. Bearman 6 17. Lawson 4 18. Alonso 2 19. Bortoleto 0 19. Doohan 0 20. Colapinto 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 362 Punkte 02. Ferrari 165 02. Mercedes 159 03. Red Bull Racing 144 05. Williams 54 06. Racing Bulls 28 07. Haas 26 08. Sauber 16 09. Aston Martin 16 10. Alpine 11
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