MotoGP-Spitzenreiter Bezzecchi: Erinnerungslücken nach letztem GP-Sieg
Sechs der sieben GP-Rennen 2026 beendete MotoGP-Leader Marco Bezzecchi auf dem Podest, vier davon als Sieger. Gute Vorzeichen, dass die Erfolgsserie beim Schikanen-GP in Ungarn fortgesetzt wird.
Nach einer einmaligen Podestpause beim Schocker-GP in Catalunya hatte sich Marco Bezzecchi in seiner Heimat überragend zurückgemeldet – «Bezz» erreichte Balaton Park als noch frischer Sieger des Italien-GP. Vergangenen Sonntag ging der Racer aus Rimini vor Teamkollege Jorge Martin und Pecco Bagnaia über die Linie – Rückkehrer Marc Marquez folgte mit zehn Sekunden Abstand.
Vor zehn Monaten sah die Aprilia-Welt in Ungarn noch anders, aber ebenfalls gut aus. Marco Bezzecchi hatte nach der Sommerpause längst Fahrt aufgenommen und war nach Platz 7 im Sprint bis zur Siegerehrung vorgedrungen. Lediglich Pedro Acosta und Marc Márquez waren beim Debüt am Plattensee noch besser.
Der Startschuss im Balaton-Park begann für Marco Bezzecchi mit einer Rückschau auf den bewegenden GP-Sieg vor fünf Tagen: «Wir wollten dort stark sein – und das beste Resultat geschafft, es war großartig. Ich musste mir das Rennen mindestens noch zehnmal anschauen – denn dank des Dauer-Adrenalins hatte ich vieles vergessen. Ich wollte aber genau verstehen, was dort passiert ist.»
Nach den beiden Speed-Strecken in Catalunya und Mugello geht es nur auf einer sehr gegensätzlichen Piste zur Sache. Für den WM-Spitzenreiter alles andere als ein Problem: «Ich mag die Strecke, auch wenn der Charakter sehr speziell ist. Auch hier gibt es den schnelleren Sektor 2, es ist sehr abwechslungsreich. Für alle Piloten wird das FP1 am Freitag einen sehr hohen Stellenwert haben – auch ich werde mit meiner Mannschaft am Motorrad arbeiten müssen.»
Anwesend beim medialen Auftakt am Balaton Park Circuit war auch Vorjahressieger Marc Marquez. Der Weltmeister machte keinen Hehl aus der Realität und schob die Favoritenkarte ins Aprilia-Lager und im Speziellen an Bezzecchi. Der Tabellenführer zeigte keinerlei Rührung.
Die Lage in der WM-Tabelle aus Sicht von Marco Bezzecchi: Teamkollege Martin ist dank P2 in Mugello mit 17 Rückstand alles andere als abgeschlagen. Auf den drittplatzierten Ducati-Fahrer Fabio Di Giannantonio hat der Leader nach einem Drittel der Saison 39 Punkte. Und doch fiel das Stichwort «Weltmeisterschaft» im Rahmen der Pressekonferenz zum Großen Preis von Ungarn nicht. Der stoische Italiener ist auch bei der Medien-Mission weiter auf persönlichem Erfolgskurs.
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