Hat Ferrari in Monaco die Nase vorn? Das sagt Oscar Piastri (McLaren)
McLaren-Pilot Oscar Piastri spricht über das Kräfteverhältnis vor dem Großen Preis von Monaco. Der Australier traut Ferrari viel zu – und erwartet rund ums Reglement endlich wieder normales Racing.
Kann Ferrari in Monaco den ersten Erfolg der Saison feiern? Im Fahrerlager von Monaco ist Konsens: Ferrari dürfte auf dem engen Stadtkurs durchs Fürstentum gute Chancen haben. Bislang hatte in dieser Saison Mercedes dominiert. Im Sprint von Miami feierte McLaren einen Doppelerfolg – bislang die Ausnahme in einer Silberpfeil-Saison.
Piastri: Ferrari in Monaco stark
McLaren-Pilot Oscar Piastri sagte in seiner Medienrunde am Donnerstag vor dem Grand Prix: «Ich glaube, dass Ferrari hier deutlich wettbewerbsfähiger sein wird. Es ist auch nicht so, als wären sie zuletzt langsam gewesen. Der Trend, den wir seit Beginn der Saison sehen, ist, dass sie in den Kurven am schnellsten sind und auf den Geraden langsamer.» Heißt also: Die Streckencharakteristik in Monaco mit vielen langsamen Kurven und kaum Geraden dürfte Ferrari in die Karten spielen. Daher sagt auch Piastri: «Ferrari dürfte also definitiv vorne mit dabei sein.»
Energiemanagement unproblematisch
Die Art der Strecke dürfte auf andere Weise auch den anderen Piloten zugutekommen: Das neue Motorenreglement rund um Aufladen der Batterie sollte in Monaco ebenso gut laufen wie der Ferrari. Piastri: «Hier haben wir nicht so viele Geraden. Wir werden also am Ende der Geraden noch bei voller Power sein, was eine seltsame Sache ist, das jetzt so zu sagen.» Denn bei vielen Strecken müssen die Fahrer teilweise künstlich durch ihre Fahrweise Energie sparen – das ist einer der Kritikpunkte der Fahrer am Reglement.
Piastri: «Wir sollten hier die volle Energie haben. Es gibt in gewisser Weise ja Begrenzungen, wie die Energie ausgegeben wird, es ist nicht überall Vollgas.» Wegen der Eigenschaften der Strecke, nicht wegen des Reglements. «Hier sollte es relativ geradeheraus einfach Racing sein. Mit den Autos könnte es schwieriger werden, weil wir weniger Downforce haben. Aber drücken wir die Daumen, dass wir ein sehr viel normaleres Rennwochenende sein sollte, was das Racing angeht.»
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