Max Verstappen stand kurz vor Rücktritt, spottet: «Fahrerlager wie ein Zoo»
Max Verstappen über den Stand der Dinge in der Formel 1. Der Niederländer gibt im Telegraaf zu, dass er kurz vor dem Rücktritt stand und verspottet das bunte Treiben im Fahrerlager als Zoo.
Der vierfache Formel-1-Champion Max Verstappen hat sich zu einem Interview mit dem niederländischen Journalisten Erik Van Haren vom Telegraaf hingesetzt. Der Red Bull Racing-Star betont noch einmal, wie unglücklich er zu Beginn der GP-Saison 2026 war.
Seine Kritik an der Rennwagen-Generation 2026 ist wohl dokumentiert, und Max nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Aber es ging ihm nie darum, einfach nur Wirbel zu erzeugen.
Verstappen im Telegraaf: «Das war nicht mein Ziel, ich sage einfach meine Meinung und was falsch läuft; indem ich auch Vorschläge mache, wie man es verbessern könnte.»
«Manchmal bekomme ich Kritik für mein Verhalten, aber vielleicht liegt es daran, dass sie nicht verstehen, was ich ausdrücken will. Am am Ende stellt sich immer heraus, ob etwas richtig oder falsch ist. Nur dass es manchmal etwas länger dauert als in anderen Situationen.»
«Zu Beginn der Saison haben ich einen Tiefpunkt erreicht, besonders an den ersten GPWochenenden. Ich hatte so ein Gefühl vorher noch nie erlebt. Ich war nahe am Rücktritt.»
«Offensichtlich hat der Sport teilweise auf unsere Forderungen gehört, und in den kommenden Jahren wird es Veränderungen geben, mit einer etwas wichtigeren Rolle für den Verbrennungsmotor.»
«Ausserdem fühle ich mich bei Red Bull Racing wirklich wohl – mit den Menschen, mit denen ich zusammen bin, und mit der Art und Weise, wie wir als Team arbeiten. Für uns steht das Ergebnis an erster Stelle, es ist das Wichtigste. Aber man muss sich auch wohlfühlen und das Gefühl haben, geschätzt zu werden, und das ist hier der Fall.»
«Die Perspektiven sind positiv, auch wenn dies keine Garantie dafür ist, dass ich bis mindestens 2030 in diesem Sport bleiben werde. Man kann so etwas nie mit Sicherheit sagen, aber das ist das Ziel.»
Nicht alles an der modernen Formel 1 gefällt Max Verstappen. Der 29-jährige Niederländer fährt fort: «In letzter Zeit sieht das Fahrerlager wirklich wie ein Zoo aus. Oft ist es nicht mehr möglich, ein paar Worte mit jemandem zu wechseln, eigentlich kannst du es überhaupt nicht mehr tun. Also verbringe ich die Wochenenden damit, zwischen den Boxen und meinem Aufenthaltsraum zu pendeln.»
«Selbst in unseren Gäste-Bereichen gibt es zu viele Leute, die etwas von dir wollen. Natürlich haben sie gute Absichten, aber als Pilot muss ich auch die Möglichkeit haben, mich auszuruhen, ohne ständig gestört zu werden. Ich weiss, dass dies zum Spiel dazugehört und dass, je mehr du erreichst, die Leute halt auch mehr von dir erwarten. Aus dieser Sicht ist der Trubel sogar ein gutes Zeichen.»
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