Max Verstappen vor Heimrennen in Spa-Francorchamps: «Das wird schwierig»
Max Verstappen liebt den Circuit de Spa-Francorchamps und hat auf dieser Strecke schon viele Gänsehaut-Momente gezeigt. Schwer vorstellbar, dass 2026 ein weiterer hinzu kommt.
Als 17-Jähriger zeigte Max Verstappen in Spa-Francorchamps eines der besten Überholmanöver der GP-Saison 2015. Elf Jahre später ist er dreifacher Grand Prix-Sieger des Rennklassikers in den Ardennen.
Eine auffällige Farbe am kommenden Wochenende in den saftig grünen Wäldern der Ardennen wird – orange. Es ist damit zu rechnen, dass aus den nahen Niederlanden viele Max Verstappen-Fans nach Spa-Francorchamps pilgern, und der Red Bull Racing-Fahrer liebt sein Heimrennen.
Verstappen, im belgischen Hasselt geboren, hat inzwischen elf Belgien-GP auf dem Buckel. Drei Mal hat er gewonnen (2021 bis 2023), zwei Mal wurde er Dritter (2017 und 2020), 2021 startete er hier von Pole-Position. 2023 und 2025 gewann er zudem hier einen Formel-1-Sprint.
2026 wird Verstappen hartes Brot essen müssen. Red Bull Racing hat im Laufe der Saison Fortschritte erzielt, aber das Energie-Management hat sich in Silverstone als knifflig erwiesen, und diese Aufgabe wird in Belgien mindestens so schwierig sein.
Verstappen hat schon im Rahmen des britischen Grand Prix in Silverstone mit viel Sarkasmus gesagt: «Spa und Monza werden mit diesen Autos gewiss grossartig. Das ist wirklich schade, denn Spa ist eine meiner Lieblingsstrecken. Aber ich fürchte, mit diesem Energie-Management wird sie sie in diesem Jahr ganz anders anfühlen.»
Sein Fahrerkollege Fernando Alonso weiss: «Man kann nicht auf allen Geraden Energie freisetzen, sonst geht dir frühzeitig der Saft aus. Wenn man in Spa von der ersten Kurve La Source bis zur Kurve 5 von Les Combes Energie einsetzt, um einen Gegner anzugreifen oder ihn abzuwehren, dann heisst es für den Rest der Runde – finito.»
«Wenn man auf diesen beiden Geraden Energie einsetzt. was der optimale Einsatz wäre, dann gibt es im zweiten Sektor eine ganze Minute lang gar keinen Einsatz. Also werden wir wohl in jenen Passagen etwas sparen müssen, um von Kurve 14 Stavelot bis zur Bus-Stop-Schikane noch Energie freisetzen zu können.»
Und das führt dann zu einer Fahrweise, die Verstappen und Alonso widernatürlich bezeichnet haben: Auf der Geraden vom Gas gehen, sogar runterschalten, um Energie zu sammeln, statt volle Kanne in die nächste Kurve zu pfeifen, «das fühlt sich einfach nicht gut an» (Verstappen).
Viel Liebe zu Spa-Francorchamps
Vor ein paar Jahren hat Max über den Auftritt in den Ardennen festgehalten: «Ich bin immer wieder baff über die unglaubliche Unterstützung in Belgien. Spa ist einer meiner Favoriten, die Lage, die schnellen Kurven, die Geschichte, diese Bahn ist aus gutem Grund ein Klassiker.»
Es war eine Liebe, die schnell erblühte. Als Verstappen 2015 erstmals in Spa-Francorchamps zu einem Grand Prix antrat, da war er noch ein 17-Jähriger, fuhr für Toro Rosso (heute die Racing Bulls) – und zeigte gleich eines der atemberaubendsten Überholmanöver des Jahres.
Einen Gegner aussen herum in Blanchimont zu überholen, das ist nichts für Weicheier. Das Opfer hiess damals Felipe Nasr im Sauber. Ex-Formel-1-Fahrer Martin Brundle staunte: «Kennen diese Jungen eigentlich keine Furcht? Dieses Manöver war unglaublich. Das zeigt, welches Selbstvertrauen Max hat.»
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