Giancarlo Minardi: «Ferrari gegen Mercedes – das wird die WM entscheiden»
Auch Rennstallgründer Giancarlo Minardi verfolgt das spannende Hin und Her in dieser Formel-1-Saison 2026. Der 78-jährige Italiener verrät, was im Titelrennen entscheidend sein wird.
Vor 20 Jahren fuhr der beliebte Rennstall von Giancarlo Minardi in China den letzten Grand Prix, es war der 340. der Firmenhistorie. Dann wurde aus dem in Faenza ansässigen Rennstall Toro Rosso (inzwischen die Racing Bulls). Minardi, heute 78 Jahre alt, trat mit seiner Scuderia von 1985 bis 2005 in der Königsklasse an und hat bis heute die Hand am Puls des Formel-1-Geschehens behalten.
Vor dem Belgien-GP ordnet der Teamgründer auf der Internetseite des früheren Rennstalls das Geschehen ein und meint: «Silverstone hat bestätigt, wie ausgeglichen diese Weltmeisterschaft verläuft und wie sehr es von nun an bis zum Saisonende die Details sein werden, die den Unterschied ausmachen. Ferrari kehrt mit Charles Leclerc zum Erfolg zurück, der zusammen mit Kimi Antonelli der Protagonist des Wochenendes war.»
«Kimi absolvierte ein Rennen auf höchstem Niveau. Er war der Einzige, der über dreissig Runden auf der Medium-Mischung fuhr, managte die Reifen makellos und bewies erneut eine erstaunliche Reife. Bis zu dem technischen Problem am Auto holte er schnell den Rückstand auf Leclerc auf und hätte sich wahrscheinlich bis in die letzten Runden um den Sieg kämpfen können.»
«Wieder einmal verstand es Antonelli, das Rennen perfekt zu interpretieren, unterstützt von einer äusserst konkurrenzfähigen Mercedes. Trotz des technischen Problems entschied er sich mit großer Entschlossenheit, auf der Strecke zu bleiben, und setzte alles auf eine Karte, um das Auto ins Ziel zu bringen und wertvolle Punkte für die Meisterschaft zu holen, anstatt aufzugeben.»
«Ich hatte es bereits in den letzten Wochen betont, und Silverstone hat es bestätigt: Diese Meisterschaft wird sich nicht nur durch die Geschwindigkeit entscheiden, sondern vor allem durch die Zuverlässigkeit. Mercedes ist meiner Meinung nach weiterhin das Referenzauto, aber erneut haben technische Probleme das Team daran gehindert, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.»
«Ferrari kann vollauf zufrieden sein. Charles Leclerc hat ein Wochenende auf höchstem Niveau absolviert und einen verdienten Sieg errungen – dank eines intelligenten Rennens, einer hervorragenden Strategie und einer tadellosen Rennführung. Es ist ein Erfolg, der die Arbeit des Teams belohnt und sowohl dem monegassischen Fahrer als auch dem gesamten Ferrari-Umfeld grosses Vertrauen für die zweite Saisonhälfte geben wird.»
«Lewis Hamilton beweist zudem, dass er einen guten Lauf hat, und zeigt einmal mehr, wie sehr seine Erfahrung einen Mehrwert für das Team aus Maranello darstellt. Ferrari wird nach Belgien reisen mit dem Bewusstsein, weiterhin auf höchstem Niveau kämpfen zu können.»
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