Schmerzfaktor 10: Jake Dixon (Honda) war schon nach dem Warm-up schlecht
Das hatte sich Honda anders vorgestellt: Während Wildcard Johnny Rea mit Platz 10 für das beste Ergebnis sorgte, kämpften Jake Dixon und Chantra bei der Superbike-WM in Donington am Ende des Feldes.
Vor den Rennen in England herrschte verhaltener Optimismus bei Honda. Der Test in Donington Park Ende Juni lief vielversprechend, in Suzuka hatten Johnny Rea, Somkiat Chantra und Takumi Takahashi am Wochenende zuvor
Der Engländer hat sich Ende Februar bei Tests auf Phillip Island mehrfach und kompliziert die linke Hand gebrochen, sein Comeback nach über drei Monaten Verletzungspause Ende Mai in Aragon
Das Wochenende in Donington überstand der Honda-Werkspilot und beendete alle drei Rennen – jedoch nur auf den enttäuschenden Rängen 18, 17 sowie 17 und damit ohne Punkte. Chantra landete noch weiter hinten und Rekordchampion Rea kam auch nicht über einen zehnten Rang im Sprint hinaus. Es wurde erneut offensichtlich: Honda agiert im Nirgendwo.
Mein Arm fühlte sich wie tot an.jake dixon
Jake Dixon: «Auf einer Schmerzskala bis 10 war das eine 10»
«Ich hatte schon bessere Tage, das steht fest», erzählte der sichtlich strapazierte Dixon beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Nach dem Warm-up war mir schlecht, ich vermute, dass ich mir einen Nerv im rechten Arm eingeklemmt habe, er fühlte sich wie tot an. Meine Schmerzen waren so stark, dass mir vor dem Superpole-Race die Tränen kamen. Auf einer Schmerzskala bis 10 war das eine 10. Das legt nahe, dass es ein Nerv war, denn Nervenschmerzen sind extrem übel. Ich hatte das schon einmal im Vorjahr in der Moto2 in Amerika, aber nicht so schlimm. Ich dachte damals, das wäre eine einmalige Sache, aber jetzt ist es wieder da – und viel schlimmer. Die Ärzte der Clinica mobile halfen mir dann mit Medikamenten, damit ich durch den Tag komme. Dass sich das Motorrad nicht einfach fahren lässt, hat nicht geholfen. Seit Aragon sind fünf Wochen vergangen, mit meiner Hand geht es viel besser, das ist zumindest ein positiver Aspekt.»
Dixon hasst derartige Ergebnisse
Körperlich nicht fit, als fahrbarer Untersatz eines der schwächsten Bikes im Feld: Wie geht der siebenfache GP-Sieger damit um? «Ich hasse es, Rennen dort zu beenden, wo ich sie beendet habe», unterstrich Dixon. «Die Situation ist Mist, sooo schlecht. Aber dort stehen wir und so ist es. Wenn ich mir die Ergebnisse von Jonathan anschaue, dann glaube ich nicht, dass viel mehr im Paket steckt. Er konnte glücklicherweise etwas weiter vorne starten und hat im Mittelfeld das Maximum herausgeholt. Aber wenn du hinten starten musst, dann bleibst du auch hinten. Ein paar Sachen haben sich am Motorrad gegenüber letztem Jahr geändert – diese sorgen dafür, dass wir nicht das aufführen können, was letztes Jahr möglich war. Das einzige Gute an dem Wochenende war, dass England sein Spiel in der Fußball-WM gewonnen hat, alles andere war ein Desaster. Ich entschuldigte mich laufend bei den Fans, dass ich im Hinterfeld fuhr und so langsam war. Ich versuche sie mit Freundlichkeit rumzukriegen, damit sie auch noch hinter mir stehen, wenn ich hoffentlich schon bald weiter vorne fahre.»
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