McLaren mit Spezialteil: «H-Flügel» soll Lando Norris‘ Siegesserie retten
Nach zwei Siegen in Serie für Lando Norris schraubt McLaren für das F1-Rennen in Monza die Erwartungen runter. Der in Budapest getestete «H-Flügel» soll aber Performance bringen. Was dahintersteckt.
Die Fans von Lando Norris durften zuletzt zweimal groß feiern: Sowohl vor zwei Wochen in den Niederlanden beim letzten Zandvoort-Rennen als auch in Budapest vor der Sommerpause stand ihr britischer Champion ganz oben auf dem Siegerpodest. Der McLaren-Pilot holte jeweils Pole-Position und Sieg. Sind aller guten Dinge drei für Norris? Kann der 2025er-Weltmeister seine Siegesserie in Monza ausbauen?
Bei seinem McLaren-Team scheint man nicht davon auszugehen, an die zwei erfolgreichen Wochenenden von Ungarn und den Niederlanden anknüpfen zu können. Vor dem Rennen auf der Highspeed-Strecke in Monza bremst McLaren betont die Erwartungen. Denn die Streckencharakteristik im Autodromo Nazionale Monza ist komplett anders als auf den beiden Kursen, auf denen Norris siegreich war.
Neil Houldey, der Technische Direktor für Angewandtes Ingenieurswesen bei McLaren, sagt: «Wir wissen, dass wir bei den letzten Rennen ein schnelles Auto hatten, aber wir nehmen nichts als selbstverständlich hin. Diese Strecke unterscheidet sich stark von den letzten, und wir müssen mit einer Hackordnung rechnen, die nicht unbedingt das widerspiegelt, was wir in Ungarn und in den Niederlanden gesehen haben.» Man gehe davon aus, diesmal nicht das schnellste Paket zu haben.
Monza als einzigartige Herausforderung
Der Brite erklärt: «Monza stellt eine einzigartige Herausforderung dar: Auf den langen Geraden kommt es vor allem auf die Reduzierung des Luftwiderstands an, während die starken Bremszonen Stabilität erfordern und die Schikanen ein gutes Fahrverhalten verlangen.» Außerdem dürfte das Energiemanagement eine wichtige Rolle spielen: «Da die Energie über die gesamte Runde hinweg begrenzt sein wird, wird es im Training besonders darauf ankommen, die optimale Strategie zum Aufladen und Einsetzen der Energie zu finden.»
Diesmal kommt der «H-Flügel» richtig!
Monza-typisch hat McLaren eine Heckflügelspezifikation mit geringem Luftwiderstand im Gepäck sowie weitere Modifikationen, die das Auto an die Highspeed-Strecke anpassen (wie vermutlich alle Teams). Dazu kommt noch ein weiteres Spezialteil: Der sogenannte «H-Flügel», der bereits in Budapest am Auto war und eine der Dreh-Flügel-Varianten ist, die in diesem Jahr von mehreren Teams verwendet werden. In Ungarn kam er aber nur im Training zum Einsatz – jetzt in Monza soll er seine Vollzeit-Premiere bekommen.
Der «H-Flügel» ist benannt in Anlehnung an den «F-Duct» von McLaren, der ab 2010 zum Einsatz kam und nach dem F aus einem Logo (von Telefonanbieter Vodafone) benannt wurde, das am Einlass zu lesen war. Ähnlich mit dem H-Flügel heute: Auf dem Flügel prangt zentral das H aus dem Sponsorenlogo der Fluggesellschaft Etihad.
Der 26-jährige Norris dürfte im doppelten Sinne beflügelt ins Monza-Wochenende gehen:
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