McLaren-Teamchef warnt nach Unfall: «Nicht erst warten, bis etwas passiert»
Nach dem schweren Unfall von Oliver Bearman fordert McLaren-Teamchef Andrea Stella: Mit Maßnahmen nicht erst warten, bis Schlimmeres passiert. Das Thema muss ganz oben auf die Agenda.
War es nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passiert? In Runde 22 des Japan-GP in der Formel 1 verunfallte Oliver Bearman schwer. Der Unfall ging zum Glück glimpflich aus, Bearman kam mit einer Knieprellung davon. Doch der Einschlag war mit 50 g hart. Sein Abflug bei über 300 km/h war äußerst gefährlich. Dazu gekommen war es bei einem Überholmanöver gegen Colapinto. Bearman hatte plötzlich viel mehr Tempo zur Verfügung, kam von der Bahn ab.
Situation «keine Überraschung»
Auch in den Führungsetagen der anderen Teams war der heftige Unfall Thema. McLaren-Teamchef Andrea Stella sagte nach dem Rennen über den Bearman-Unfall: «Diese Situation ist meiner Meinung nach keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass die Geschwindigkeit beim Heranfahren so hoch sein kann.» Das liegt am neuen Reglement mit Energierückgewinnung, kann also passieren, wenn die Batterie bei Vollgas noch mehr Leistung freigibt. Stella: «Das haben wir bereits bei den Testfahrten festgestellt. Das steht auf der Agenda der FIA im Hinblick auf die Aspekte des Reglements für 2026, die verbessert werden sollten.»
Der Italiener mahnt aber: «Wir wollen nicht warten, bis etwas passiert, um Maßnahmen zu ergreifen.» Und nach dem Rennen in Suzuka sagte er: «Heute ist etwas passiert. Oliver ist glücklicherweise mit nur ein paar Prellungen davongekommen, nichts allzu Schwerwiegendes. Wir haben die Verantwortung, die Maßnahmen zu ergreifen, die insbesondere aus Sicherheitsgründen notwendig sind, und sie umzusetzen.»
Der Vorschlag des McLaren-Teamchefs: «Wir sollten uns die Daten genau anschauen. Die Teams sollten Informationen darüber teilen, was in Colapintos und Olivers Auto passiert ist.»
Sicherheit oben auf der Agenda
Man müsse analytisch an die Sache herangehen. Eine einfache Lösung werde es vermutlich nicht geben. Anfang April treffen sich die Teams, um über das Reglement zu sprechen. Stella zum Unfall: «Das sollte in der Agenda ganz oben stehen.»
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