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Mercedes-Probleme mit neuem Motor: Zweite Meinung

​Vor kurzem hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff von einem Rückschlag gesprochen, was den 2019er Motor der Dauer-Weltmeister angeht. Der langjährige Chefkonstrukteur Aldo Costa relativiert das.

Formel 1

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Mercedes-Benz will 2019 schaffen, was bislang erst Ferrari gelungen ist: Den Konstrukteurs-Pokal sechs Mal in Folge zu gewinnen. Mercedes steht bei fünf Titeln in Folge seit 2014 und bleibt damit in der neuen Turbo-Ära der Formel 1 ungeschlagen. Ferrari holte die Markenwertung in den Jahren 1999 bis 2004, in der grandiosen Ära rund um Michael Schumacher. In dieser Form gilt auch für die WM 2019: Wo Mercedes ist, da ist vorne, und wer Weltmeister werden will, muss die Silberpfeile entschärfen. Aber läuft für 2019 wirklich alles plangemäss in Brackley (Mercedes-Chassis) und Brixworth (Motoren)? Eine Bemerkung von Mercedes-Teamchef Toto Wolff liess Zweifel daran aufkommen.

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Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und der Wiener Wolff haben in Madrid an einer Veranstaltung von Mercedes-Partner Hewlett-Packard (hp) teilgenommen. Dabei sagte der 46jährige Mercedes-Steuermann: "Wir haben im Windkanal sehr schöne Ergebnisse erreicht, aber beim Motor gab es einen kleinen Rückschlag. Wir hatten uns vorgestellt, dass ein neues Triebwerkkonzept mehr bringen würde. Unsere Jungs haben sich selber gegenüber höchste Ansprüche, ich bin optimistisch, dass sie ihre angestrebten Werte erreichen werden. Ob das aber gegen unsere Gegner reicht, das werden wir erst nach dem Abschlusstraining in Melbourne 2019 wissen."

Sind Sorgenfalten angebracht, oder ist das Zweckpessimismus? Der Italiener Aldo Costa hat an der Preisverleihung der Goldenen Helme von Autosprint in Mailand teilgenommen. Der 57-Jährige aus Parma wird im kommenden Jahr ein wenig kürzertreten. Er übernimmt dabei Anfang 2019 die Rolle eines technischen Beraters. Costa will mehr Zeit mit seiner Familie in Italien verbringen. In die Konstruktions-Gruppe von Aldo Costa ist Bewegung gekommen. Neuer Konstruktionsleiter wird der 45jährige John Owen, der seit 2010 als Chefdesigner unter Aldo Costa gearbeitet hat. Zuvor arbeitete Owen als leitender Aerodynamiker bei Honda und Sauber, nach Hinwil gekommen war er als Aerodynamik-Ingenieur von Reynard. Owen ist direkt Technikchef James Allison unterstellt. Costa zu meinem Kollegen Roberto Chinchero der italienischen motorsport.com: "Nach 31 Jahren im Rennsport wollte ich ein wenig mehr Zeit zuhause verbringen. Toto Wolff ist mir entgegen gekommen, und wir haben den richtigen Kompromiss gefunden."

Und was ist nun mit den Motorproblemen? Aldo Costa: "Vielleicht ist Toto da ein wenig falsch verstanden worden. Wenn du mit einem neuen Konzept auf den Motorprüfstand gehst, dann sind gewisse Kinderkrankheiten programmiert. Das ist aber nichts Dramatisches. Der Alarm ist also gewissermassen abgestellt worden – es gibt nichts, worüber sich die Fans Sorgen machen müssten."

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