Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Antonelli vor Hamilton, das kam unerwartet»
WM-Leader Kimi Antonelli hat in Singapur einen dritten Rang sichergestellt und strebt dem Titel entgegen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobt den Italiener und sagt, wie es mit dem Evo-Paket weitergeht.
Kimi Antonelli legt die Hand an den WM-Pokal. Dank eines dritten Platzes beim Nacht-GP von Singapur, während George Russell gleichzeitig nur Neunter geworden ist, beträgt der Vorsprung des Italieners in der WM-Tabelle nun 102 Punkte.
Bestenfalls kommen wir in dieser GP-Saison noch auf sechs Rennen (Texas, Mexiko, Brasilien, Las Vegas, Katar und Abu Dhabi), damit liegen 150 Punkte auf dem Tisch.
Das bedeutet: Gewinnt Kimi in Austin/Texas und Russell kommt nicht über Platz 9 hinaus, ist der Italiener Weltmeister!
Mercedes-Teamchef Toto Wolff zum Rennen des Bolognesers: «Kimi ist heute wirklich gut gefahren. Wir haben ihm gesagt, dass es darum geht, tüchtig Punkte zu machen. Wir haben nicht erwartet, dass wir Lewis Hamilton hinter uns lassen können. Insofern ist das Ergebnis besser, als wir gedacht haben.»
«Auch das neue Auto ist einigermassen gut durch die Kurven gefahren. Jetzt müssen wir das neue Evo-Paket besser verstehen und überlegen, was genau wir in Austin machen.»
«Am Ende des Grand Prix ist für Kimi gut gelaufen, dass Norris und Hamilton sich ein bisschen beharkt haben. Dann kam er an Norris vorbei und schliesslich auch an Hamilton, der mit seinen Reifen natürlich wehrlos war.»
Zur Reifenstrategie von Mercedes meint der 54-jährige Österreicher: «Der weiche Reifen hat am Anfang überraschend lange gehalten, während die mittelharte Mischung nicht gut ausgesehen hat. Nach 15 oder 20 Runden war man sich nicht sicher, ob das ein Ein- oder Zweistopprennen wird. Das war überhaupt nicht klar. Man sieht es auch bei Ferrari, die ihre Strategie aufgeteilt haben und gedacht haben, dass sie mit Lewis durchkommen. Das hat dann nicht funktioniert.»
Der Wiener zu jenem Evo-Paket, das Mercedes nur am Wagen von Antonelli hatte (Russell hatte bevorzugt, mit der bisherigen Spezifikation zu fahren): «Das Auto war heute konkurrenzfähig. Ich glaube aber, dass es ein unglaublich schmales Fenster gibt, in dem es ideal funktioniert. Das Set-up so zu finden, dass das Auto schnell ist, ist die eigentliche Schwierigkeit. Jetzt werden wir in Austin wieder damit fahren und schauen, ob es dort auch funktioniert.»
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