Die schlechteste erste Runde: BMW-Ass Miguel Oliveira verlor neun Plätze
Bei seinem Heimrennen in Estoril zeigte Miguel Oliveira insgesamt eine starke Leistung, doch ein schlechter Start in den zweiten Superbike-Lauf verhagelte dem BMW-Piloten die gute Bilanz.
Platz 5 in der Superpole, dazu im ersten Lauf und im Superpole-Race Vierter – Miguel Oliveira brachte BMW beim Superbike-Meeting auf dem Circuito do Estoril wieder in die Nähe der Podestplätze. Und wäre dem Portugiesen im zweiten Lauf nicht die erste Runde missglückt, wäre auch im zweiten Hauptrennen ein Top-5-Ergebnis möglich gewesen.
Was war passiert? Oliveira hatte keinen überragenden, aber einen soliden Start, verlor aber in den ersten Kurven bereits vier Positionen. Nach einem Fehler in Kurve 6 gingen weitere Plätze flöten und aus Runde 1 kam der Lokalmatador nur als 13.
«Ich versuchte, in die innere Spur zu kommen, aber geriet in den Pulk und das klappte nicht. Dadurch war ich schon weiter hinten, als ich erwartet hatte», gab Oliveira in kleiner Journalistenrunde zu. «Danach hatte ich in Kurve 6 auf dem Randstein einen seltsamen Kick. Ich musste die Bremse wieder öffnen, um das Bike in die richtige Position zu bringen, und musste dafür eine sehr weite Linie fahren. Und dann, ja und dann habe ich wohl in jeder Kurve eine weitere Position verloren. Was soll ich sagen: Es war eine sehr schlechte erste Runde.»
Im breiten Mittelfeld tat sich der frühere MotoGP-Pilot erkennbar schwer, teils deutlich langsamere Konkurrenten zu überholen. «Das Problem ist, dass ich das Bike nicht so fahren kann, wie man es müsste, wenn man hinter anderen Fahrern ist. Wir können dann nicht unsere Linie fahren und den Bremspunkt nicht frei wählen. Das macht es schwieriger, wenn man andere Jungs vor sich hat», erklärte der 31‑Jährige. «Die ersten drei Runden fühlten sich die Reifen auch seltsam an, als hätten sie einen zu geringen Luftdruck. In Schräglage fühlte es sich an, als würde die Karkasse nachgeben, und ich hatte viele Slides. Also musste ich vorsichtiger sein und Vibrationen waren auch zu spüren. Das kam in der Anfangsphase noch als Problem hinzu. Als ich meine Pace fahren konnte, war mein Potenzial viel höher, aber ich steckte in der Gruppe fest.»
Wie sehr schmerzte Oliveira die Niederlage gegen Ducati-Privatier Alberto Surra im Superpole-Race, wodurch er Platz 3 nur um 0,141 sec knapp verpasste? «Kurzzeitig habe ich vom Podium geträumt», schmunzelte der BMW-Pilot. «Gleichzeitig wusste ich, dass es schwierig zu realisieren sein würde. Ich sagte schon am Samstag, dass unser Potenzial bei Platz 4 oder 5 liegt und dass wir auch etwas Glück benötigen würden. Von meiner Seite konnte ich nicht mehr tun.»
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