Monza-Klatsche für Ferrari, Lewis Hamilton auf P5: «Einfach nur schlecht»
Natürlich träumten die Tifosi von Pole-Position für Ferrari in Monza, aber nun: Charles Leclerc auf P4, Lewis Hamilton auf P5. Der Brite: «Wir haben nicht das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht.»
Niemand hat mehr Pole-Positions in Monza erobert als Lewis Hamilton: Sieben Mal stand er im königlichen Park auf dem besten Startplatz. Aber seit Ungarn 2023 hat der siebenfache Formel-1-Champion keine GP-Pole mehr erringen können, und die Chancen, das in Monza 2026 zu ändern, lösten sich in Luft auf. Kein Ferrari in der ersten Startreihe, Charles Leclerc Viertschnellster, Lewis Hamilton auf P5, das ist gemessen an den hohen Erwartungen der Ferrari-Fans eine Klatsche für die berühmteste Scuderia der Welt, die hier in Monza 24 Poles erobern konnte.
Lewis Hamilton schien im Abschlusstraining nie wirklich in Schwung zu kommen, als Achtschnellster in Q1 und auf Platz 10 mit Ach und Krach ins letzte Quali-Segment gerutscht.
Wie erklärt sich der 105-fache Pole-Besetzer die mässige Leistung der Italiener? Lewis meint: «Das war eine überaus schwierige Quali. Im freien Training lag mein Ferrari wirklich gut. (Da war Lewis noch Zweitschnellster hinter Mercedes-Fahrer George Russell, M.B.) Weil ich mit dem Auto zufrieden war, liess ich die Abstimmung für die Quali unverändert.»
«Auch am Anfang von Q1 stimmte das Fahrgefühl. Dann haben wir eher lange mit dem nächsten Einsatz gewartet, und auf einmal war das gute Gefühl verflogen. Ich weiss nicht, ob das an der heiklen Balance liegt zwischen Pistentemperatur, Reifendruck und Temperatur der Walzen. Dem müssen wir unbedingt auf den Grund gehen.»
«Was wir dann in Q3 gezeigt haben, das war einfach nur übel. Wir haben das wirklich schlecht umgesetzt, ich ging auf die Piste und war irgendwo im Nirgendwo. Wenn du vom Windschatten eines Vordermannes profitierst, dann kommst du zwar schneller auf gewisse Kurven zu, aber du musst die Bremspunkte frisch festlegen, und alles ist eine Frage davon, dabei einen guten Rhythmus zu finden.»
«Der zweite Versuch war fürchterlich, ich habe den Eindruck, dass wir nicht das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben.»
Hamilton hat sichtlich Mühe, mit diesem Ergebnis klarzukommen, «denn wir haben doch ein so gutes Auto. Ich glaube, nur Mercedes hat uns etwas voraus. Leider sind sie auf den Geraden noch immer schneller als wir. Ich hoffe, auf Rennstrecken, wo es weniger auf Motorleistung mehr aufs Chassis ankommt, werden wir besser aussehen. Ich weiss, dass alle bei Ferrari alles geben, damit Charles und ich einen schnellen Rennwagen haben.»
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