Superbike WM • Neu
Erinnerungen an Topraks Schock-Crash: Bridewells Ducati ein Totalschaden
Um 2,5 sec verpasste Yari Montella im ersten Lauf der Superbike-WM 2026 in Magny-Cours einen Podestplatz. Der Ducati-Privatier gewöhnte sich zu schnell an die Sektdusche.
Bei den Meetings in Misano und Donington Park begeisterte Yari Montella mit sechs Podestplätzen in Folge und ging damit völlig verdient als WM-Dritter in die lange Sommerpause der Superbike-WM 2026. Dass er im ersten Lauf auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours Vierter wurde, ist für den Barni Ducati-Piloten eine kleine Enttäuschung.
Tatsächlich war Platz 4 im Duell mit Alex Lowes (Bimota) hart erkämpft. Fünf Runden lang biss sich der 26-jährige Italiener am Routinier die Zähne aus. «Mit einem vierten Platz kann man wirklich zufrieden sein. Nach so vielen Top-3-Ergebnissen in Serie fühlt es sich aber nicht so schön an», haderte Montella mit sich. «Trotzdem bin ich glücklich mit meinem Rennen, weil es einfach das Maximum war. Wir haben schon das gesamte Wochenende Probleme. Das Bike fühlt sich nervös an, und deshalb müssen wir versuchen, für Sonntag ein besseres Set-up zu finden. Das ist machbar und wenn wir heute knapp hinter Sam Lowes Vierter werden – können wir ihn vielleicht schlagen.»
In seiner zweiten Superbike-Saison hat sich Montella als Nummer 1 im Barni-Team durchgesetzt. Der mit Titelambitionen zum privaten Ducati-Team gewechselte Álvaro Bautista sieht gegen Montella keinen Stich. Während der Italiener bereits elf Podestplätze vorweisen kann, holte der 41-Jährige nur beim Saisonauftakt in Australien ein Top‑3‑Finish. In Magny-Cours stürzte der zweifache Superbike-Weltmeister und erreichte als Letzter das Ziel.
Wirkt sich dieses Ungleichgewicht auf die Atmosphäre im Team aus? «In meiner Mannschaft ist die Atmosphäre wie immer – super, denn wir fahren unsere beste Saison in der Superbike-Kategorie», erklärte Montella. «Wie es auf der anderen Seite der Box ausschaut, kann ich nicht beurteilen, weil ich den Tag mit meiner Crew verbringe. Von außen betrachtet macht es nicht den Eindruck, als ob sich die Stimmung geändert hat.»
Montella grübelt: «Tatsächlich habe ich aber keinen direkten Einblick und weiß auch nicht, wie es in Álvaro aussieht. Unter Teamkollegen gibt es immer diese Rivalität, die Nummer 1 zu sein, und man pusht sich gegenseitig zu besseren Leistungen. Das ist die eine Sichtweise. Die andere ist, dass ich versuche, meine beste Performance abzuliefern. Würde Álvaro Rennen gewinnen und ich wäre nur Fünfter, dann kann man wenig dagegen tun und muss sich noch mehr anstrengen. Das ist letztlich das, was wir derzeit tun.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.