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Magny-Cours, Lauf 1: Sturz-Dramen bei Bulega-Sieg – Punkte für alle
Der 24. Saisonsieg von Nicolò Bulega in der Superbike-WM 2026 sah wie ein Spaziergang aus, doch ganz so einfach war es nicht. Der Rennabbruch im ersten Lauf sorgte für Anspannung beim Ducati-Piloten.
Mit jedem Sieg kommt Nicolò Bulega dem frühzeitigen Gewinn der Superbike-WM 2026 einen Schritt näher, doch trotz seines 24. Sieges im 25. Rennen wird es an diesem Wochenende in Magny-Cours keine Titelfeier geben – Aruba.it Ducati-Teamkollege Iker Lecuona sorgte als Zweiter im ersten Lauf dafür, dass dies frühestens in drei Wochen in Cremona passieren wird.
So sehr sich der Spanier aber auch bemühte, gefährlich wurde er Bulega jeweils nur zu Rennbeginn. Jeweils, weil das erste Superbike-Rennen nach neun Runden abgebrochen und neu gestartet wurde. Die beiden Rennteile verliefen analog: Der WM-Leader gewann den Start, doch Lecuona verdrängte ihn anschließend von der Führung. Aber schon in Runde 2 übernahm wieder Bulega das Kommando und zog unwiderstehlich mit Rekordrunden davon.
«Die zwei Starts machten es schwieriger», hob der Ducati-Werkspilot die Besonderheit hervor. «In einem Rennen sind der Start und die erste Runde am heikelsten. Man muss es in diesen beiden Situationen auf den Punkt bringen, und wenn man einen Fehler macht, ist das Rennen mitunter bereits gelaufen. Die erste Runde ist also enorm wichtig, um sich in die bestmögliche Position zu bringen. Diese Prozedur einmal zu durchlaufen, ist schon nicht einfach; entsprechend schwerer sind zwei Starts. Es ist aber für alle dasselbe, und wahrscheinlich ist der, der den Fokus am besten bewahren kann, am Ende der Sieger.»
Das habe ich mir bei Toprak abgeschaut.Lauf-1-Sieger Nicolo Bulega
Bulega war aber nicht nur perfekt fokussiert, auch seine Renneinteilung war vorbildlich. Bis in die letzte Runde waren die Rundenzeiten des 26-Jährigen konstant schnell.
«Das habe ich mir in den vergangenen Jahren bei Álvaro und Toprak abgeschaut. Man darf den Reifen nicht zu viel zumuten und sie zuerst über ein paar Runden auf Temperatur bringen – das macht aber auch Iker ganz hervorragend», lobte Bulega seinen Teamkollegen. «Ab Rennmitte achte ich besonders darauf, dass ich sauber fahre, und nicht zu aggressiv ans Gas gehe, um den Hinterreifen nicht zu zerstören. Das geht natürlich auf Kosten der Rundenzeit. Die richtige Balance zu wahren, ist nicht leicht, denn Iker machte ständig Druck. Die letzten Runden sind immer etwas aufregend, ob meine Strategie aufgeht oder nicht.»
Übrigens: Mit seiner schnellsten Runde von 1:35,030 min unterbot Bulega den Rundenrekord von Toprak Razgatlioglu aus dem vergangenen Jahr um fast eine halbe Sekunde!
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