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2024 hatte Toprak Razgatlioglu in Kurve 13 in Magny-Cours den schlimmsten Sturz seiner Superbike-Karriere. Tommy Bridewell kam bei seinem Abflug im ersten WM-Lauf am Samstag glimpflicher davon.
Beinahe wäre 2024 nichts aus dem ersten WM-Titel von BMW geworden. Toprak Razgatlioglu hatte in Magny-Cours einen so schweren Sturz, dass er anschließend sechs Läufe verpasste. Der Crash geschah in der schnellen Linkskurve 13, als ihm das Vorderrad wegrutschte. Während sein Bike in Fahrtrichtung nach links schlitterte, ging es für den Türken geradeaus. Weil die folgende Rechtskurve mehr als 90 Grad abbiegt, ist dort eine Mauer errichtet, um zu verhindern, dass trudelnde Bikes von Gestürzten in andere Fahrer krachen.
Tommy Bridewell hatte bei seinem Crash im ersten Superbike-Rennen am Samstag viel Glück und kam mit Prellungen am Arm, der Schulter und den Rippen davon, während seine Ducati bei dem Highspeedabflug Totalschaden erlitt. Als SPEEDWEEK.com in der Box des Advocates-Teams vorbeischaute, war das Bike von den Mechanikern bereits komplett zerlegt – viel mehr als der Motor ist nicht mehr zu gebrauchen.
«Aus den Kurven davor beschleunigst du vom ersten bis in den fünften Gang und hast in dieser Kurve das Gas voll geöffnet», schilderte Bridewell im Vieraugengespräch. «Dann drehst du in der Kurve den Gashahn zu und greifst sofort in die Bremse. In diesem Moment hast du immer noch etwas Schräglage nach links, deshalb besteht immer das Risiko, dass passiert, was mir passiert ist. Sehr viele andere Fahrer gehen jede Runde dieses Risiko ein und sind am Limit. Ich kenne die Risiken dort, da kann es dich leicht erwischen.»
Der Privatier aus England qualifizierte sich für den starken siebten Startplatz, wurde aber auf die letzte Position zurückversetzt, weil er laut den FIM-Stewards gelbe Flaggen ignoriert und sein Tempo nicht entsprechend verlangsamt hatte. «Die Strafe finde ich hart, drei Startplätze zurück wären für mich okay gewesen», so Bridewell. «Ich habe keine gelben Flaggen gesehen und war nur eine Millisekunde im gelben Sektor. So war ich Stockletzter am Start, trotzdem würde ich nicht sagen, dass ich das Motorrad anschließend überfuhr. Ich hatte einen Plan für das Rennen und wusste, dass ich geduldig sein muss. Mir war klar, dass ich im besten Fall Achter oder Neunter werden kann. Trotzdem fühlte ich mich ein Stück weit gezwungen, attackieren zu müssen. Denn ich wusste, wie stark wir dieses Wochenende sind.»
Im Sprint am Sonntagvormittag darf Bridewell von Grid-Position 7 losfahren. Dann muss er es in die Top-9 schaffen, um auch im zweiten Hauptrennen in den ersten drei Reihen zu stehen.
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