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Formel 1Kolumne

Neues Rätsel Racing-Raritäten: Ein echter Pionier

Bei der neuesten Ausgabe unseres Rätsels Racing-Raritäten ist ein Formel-1-Pionier an der Arbeit zu sehen. Wer ist das? Wo und wann ist dieses Foto entstanden? Machen auch Sie mit!

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Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?
Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?
Foto: LAT/Getty Images
Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?
© LAT/Getty Images

Meist aus dem Archiv unserer Partner der britischen Foto-Agentur Getty stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, welches Auto zu erkennen sind (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.

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Für das neue Rätsel gilt: Dieser Mann war vor fast genau vierzig Jahren ein Pionier des Formel-1-Sports.

Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Dieser Pilot wurde vom Kamin-Feger zum Mann in Schwarz.

Die Auflösung: Der Italiener Elio de Angelis mit seinem Shadow DN9 und merkwürdigen Kaminen auf den Seitenkästen in Zolder (Belgien) 1979. Zum Mann in Schwarz wurde der Römer, weil er jahrelang für Lotus angetreten ist, mehrheitlich im unverwechselbaren Design der Zigarettenmarke John Player Special.

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Viele Leser wollten wissen, was es mit den Kaminen auf sich hatte. Beim DN9, ursprünglich aus der Feder von Designer Tony Southgate, wurde versucht, durch diese Abluftkanäle Luft vom Unterboden wegzuführen, um den Saugnapfwirkung des Unterbodens zu verstärken. So richtig funktioniert hat das leider nicht.

Elio de Angelis schaffte mit dem DN9 beim Saisonstart in Argentinien Rang 7 – aber damals gab es nur für die erste Sechs WM-Punkte. Beim WM-Finale 1979 in Watkins Glen eroberte er einen tollen vierten Platz. Es war seine einzige Punktefahrt in der ersten GP-Saison.

De Angelis wurde im Kartsport WM-Zweiter 1975 und Europameister 1976, ein Jahr später sass er bereits in einem Chevron für die italienische Formel-3-Meisterschaft. Er gewann sein drittes Rennen und holte in seiner ersten Saison auf Anhieb den Titel.

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1978 gewann der Römer jenes Rennen, das damals als Wegweiser für eine GP-Karriere galt, den Formel-3-GP von Monaco. Am Ende des Jahres lud ihn Shadow zu Testfahrten ein.

Ab 1980 sass de Angelis im Lotus, zwischen ihm und Lotus-Gründer Colin Chapman entstand ein Vertrauensverhältnis. Der legendäre Rennstallchef wusste den Speed, das technische Sachverständnis und den makellosen Charakter von de Angelis zu schätzen.

De Angelis war in der Lage, Autos ins Ziel zu tragen. 1981 fuhr er zehn Mal unter die ersten Sechs, 1982 gewann er sensationell den Grossen Preis von Österreich, in einem Herzschlagfinale gegen Keke Rosberg im Williams.

Der Tod von Colin Chapman im Dezember 1982 änderte alles. Mit seinem Nachfolger Peter Warr wurde de Angelis nicht warm.

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1985 führte de Angelis, heute von den meisten GP-Fans vergessen, im ersten Teil der Saison die WM an, aber längst war im Team klar: Ayrton Senna zieht alle in seinen Bann.

Am Ende der Saison verliess de Angelis tief enttäuscht Lotus, nach 90 Einsätzen für dieses Team, kein Fahrer ging bei Grands Prix öfter für Lotus an den Start.

De Angelis heuerte bei Brabham an, aber der ultraflache BT55 war zu wenig ausgereift. Bei Testfahrten in Le Castellet am 15. Mai 1986 kam der Italiener in der schnellen S-Passage Verrerie von der Bahn ab, die Unfallursache wurde nie offiziell bestätigt, Vieles deutete auf einen Bruch des Heckflügels hin.

Der Wagen überschlug sich und blieb kopfüber liegen, brennend. Die schlecht ausgerüsteten Streckenposten konnten nicht eingreifen, Löschfahrzeuge kamen viel zu spät. Zudem stand bei den Tests kein Rettungs-Heli bereit.

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De Angelis starb einen Tag nach dem Unfall an Rauchvergiftung. Bei der Obduktion wurde als schwerste Verletzung ein Schlüsselbeinbruch festgestellt, dazu leichte Verbrennungen am Rücken.

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