Nico Hülkenberg (Audi): «Das macht die Teams in Mexiko immer etwas nervös»
Audi-Fahrer Nico Hülkenberg hat in Mexiko immer wieder bärenstarke Leistungen gezeigt. Der 39-jährige Deutsche sagt, worauf des auf der Traditionsrennstrecke besonders ankommt.
Auf Nico Hülkenberg ist Verlass, auch auf der mexikainischen Traditionsrennstrecke Autódromo Hermanos Rodríguez: Einmal Sechster, zwei Mal Siebter, einmal Neunter, einmal Zehnter – immer wieder ist der inzwischen 39-jährige Deutsche hier in die Top-Ten gefahren.
Vor seinem 268. GP-Wochenende sagt der Audi-Pilot: «Austin war insgesamt ein ziemlich solides Wochenende, auch wenn das Rennen nach dem Verlust einiger Plätze zu Beginn nicht ganz nach unserem Geschmack verlief.»
«Wir hatten das Tempo, um mit den Autos um uns herum zu kämpfen, aber in einem so engen Mittelfeld ist es nie einfach, verlorenen Boden gutzumachen. Wir werden die Lehren daraus ziehen und versuchen, in Mexiko ein saubereres Wochenende in Mexiko zu schaffen.»
«Mexiko-Stadt ist immer ein grossartiger Ort zum Rennen und eines der Wochenenden, die ich wirklich geniesse. Die Kultur ist lebendig, die Fans sind unglaublich leidenschaftlich, und die Atmosphäre im Stadionbereich ist seit unserer Rückkehr hierher im Jahr 2015 etwas ganz Besonderes. Die Höhe stellt auch eine einzigartige Herausforderung für die Autos und Fahrer dar, sodass es viel zu bewältigen gibt.»
Im Fahrerlager des Autódromo ergänzt der Emmericher auf die Frage nach der Abstimmungsarbeit in Mexiko: «Gut, wir fahren hier in sehr dünner Luft, aber ich würde nicht mal sagen, dass die Arbeit mit dem Rennwagen anders ist als sonst oder schwieriger, die Regeln der Physik sind immer noch die gleichen, auch hier. Was immer grosse Themen hier sind – die Kühlung von Motor und Bremsen. Das macht die Rennställe immer ein wenig nervös, ob hier der richtige Kompromiss gefunden worden ist.»
«Was den Einsatz der Antriebseinheit über die Kühlung hinaus angeht, so sehe ich keine besonderen Probleme auf uns zukommen. Mexiko ist eine Power-Strecke, daran hat sich auch mit den 2026er Antriebseinheiten nichts geändert.»
«Wie gut wie hier sein werden? Das wäre reine Spekulation. Mir ist lieber, wir fahren am Freitag auf die Bahn und erkunden, wo wir stehen, auch gemessen an der Konkurrenz. Ein Teil der Strecke ist frisch asphaltiert worden, das wird vielleicht eine Rolle spielen. Auch in Mexiko wird es entscheidend sein, das Auto ins beste Arbeitsfenster zu bringen.»
«Was mich selber angeht, so bin ich in dieser Saison mit meinen Leistungen weitgehend zufrieden. Ich glaube nicht, dass ich viele Fehler gemacht habe oder Chancen ungenutzt liess. Ich finde, ich habe mich den neuen Regeln anständig angepasst.»
«Aber es gibt natürlich zahlreiche Bereiche, in welchen wir Fortschritte machen müssen – unsere Starts sind zu wenig konstant, und von der Antriebseinheit muss auch mehr kommen. Aber ich sehe Audi da auf einem guten Weg.»
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