Kehrtwende von Günther Steiner: «Kein Grund zur Panik» für Oscar Piastri
Im vergangenen Jahr legte Günther Steiner dem McLaren-Piloten Oscar Piastri noch einen Team-Wechsel ans Herz. Mittlerweile rät der Ex-Haas-Teamchef dem Australier, seinem Team vorerst treu zu bleiben.
Lange schien Oscar Piastri im vergangenen Jahr dem sicheren Titelgewinn entgegenzueilen. Doch ein Leistungseinbruch gegen Ende der Saison sorgte dafür, dass sich der McLaren-Star nicht nur im WM-Fight gegen seinen Teamkollegen Lando Norris geschlagen geben musste. Er rutschte sogar auf den dritten Platz hinter Red Bull Racing-Star Max Verstappen.
Piastri musste sich in dieser Zeit viel Kritik und einige gutgemeinte Ratschläge anhören. So etwa auch von Günther Steiner, der dem Rennfahrer aus Melbourne im «Red Flags»-Podcast einen Teamwechsel als mögliche Massnahme gegen seine Leistungskrise ans Herz legte.
«Er muss sich im Winter einfach neu sammeln und dann stärker zurückkehren. Und wenn er das nicht schafft, dann ist es vielleicht das Beste für ihn, wenn er einen Team-Wechsel vornimmt. Aber er könnte stärker zurückkommen, denn ich halte ihn für einen starken Fahrer», betonte der Südtiroler, der seine Meinung mittlerweile geändert hat.
Obwohl Piastri in diesem Jahr nicht zur alten Stärke zurückfinden und auch noch keinen Rennsieg einfahren konnte, sagte Steiner unlängst im «Speedcafe.com»-Gespräch: «Im Moment halte ich es für besser, wenn er bleibt, denn sonst würde er im Grunde genommen vor McLaren den Schwanz einziehen. Meiner Meinung nach muss er das nicht tun. Er ist gut genug, um dort zu bleiben. Er muss wieder dorthin zurückfinden, wo er letztes Jahr war. Und dann sehen, wie es weitergeht.»
Dass Piastri deutlich weniger Punkte als der Champion aus den eigenen Reihen sammeln konnte, will Steiner nicht überbewerten: «ch würde mir darüber keine allzu grossen Sorgen machen. Er erzielt immer noch gute Ergebnisse. Es ist keine absolute Niederlage. Und er tritt gegen Lando an, der im Moment einer der Besten auf der Strecke ist.»
Zudem würden nicht viele Alternativen zur Verfügung stehen. «Bei den grossen vier Teams gibt es nicht viele freie Plätze, deshalb würde ich sagen, dass es im Moment das Beste für ihn ist, bei McLaren zu bleiben», kommt Steiner zum Schluss. Und er betont: «Wir alle haben gute und schlechte Jahre. Und er hat kein schlechtes Jahr, es ist eher durchschnittlich. Er ist noch jung, deshalb ist es nun wichtig, dass er nicht in Panik verfällt. Denn dazu besteht kein Grund.»
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