Weniger Abtrieb & Grip, mehr Speed: Einzigartige Herausforderung in Mexiko
Das Rennen in Mexiko fordert die klugen Köpfe der Formel 1 besonders, wie Frederik Vesti weiss. Der Mercedes-Reservist, der im FP1 im Einsatz sein wird, spricht über die Eigenheiten der Strecke.
Die Formel-1-WM macht Halt in Mexiko-Stadt, und dort erwartet die Formel-1-WM-Teilnehmer eine besondere Herausforderung. Denn das Autódromo Hermanos Rodríguez liegt auf über 2200 Metern über dem Meeresspiegel und ist damit der höchstgelegene Austragungsort im Formel-1-Kalender. Dies bringt einzigartige Herausforderungen hinsichtlich Kühlung, Aerodynamik und Leistung der Antriebseinheit mit sich.
Das weiss auch Frederik Vesti. Der Mercedes-Reservist darf im Auto von George Russell am ersten freien Training teilnehmen und sagt über seinen Einsatz: «Ich freue mich riesig darauf, beim ersten Training in Mexiko wieder ins Auto zu steigen. Es ist immer eine grossartige Gelegenheit, mehr Zeit hinter dem Lenkrad zu verbringen, dazuzulernen und – was am wichtigsten ist – dem Team bei seiner Arbeit zu helfen.»
«Da ich hier schon mehrfach im ersten Training gefahren bin, liegt mir diese Rennstrecke besonders am Herzen. Ich freue mich immer darauf, nach Mexiko zurückzukehren. Die Fans sorgen für eine unglaubliche Atmosphäre, die Stadt ist fantastisch und das Rennen ist in der Regel sehr spannend. Der Reifenabbau kann hoch sein, die Strategie spielt oft eine wichtige Rolle und normalerweise gibt es während des Rennens jede Menge Action. Es ist ein anspruchsvolles, aber lohnendes Rennen, und ich freue mich schon sehr darauf», fügt er an.
Mexiko-Rundkurs: Mit Monaco-Abtrieb in Monza unterwegs
Über den mexikanischen Rundkurs sagt Vesti: «Aus technischer Sicht stellt Mexiko-Stadt eine einzigartige Herausforderung dar. Aufgrund der Höhenlage ist die Luft viel dünner, was enorme Auswirkungen auf die Performance des Autos hat. Man verliert Abtrieb und Grip, erreicht aber gleichzeitig einige der höchsten Geschwindigkeiten des Jahres. Oft wird es so beschrieben, dass man hier mit dem Abtrieb von Monaco fährt, während man auf den Geraden Geschwindigkeiten wie in Monza erreicht. Das stellt sowohl die Fahrer als auch die Ingenieure vor eine faszinierende Aufgabe.»
Auch die Fahrzeugabstimmung ist nicht einfach. Der Däne erklärt: «Die Strecke selbst erfordert einen echten Kompromiss beim Set-up. Es gibt mehrere langsame, enge Kurven, in denen eine starke Vorderachse und eine gute Balance wichtig sind. Der mittlere Sektor weist jedoch schnelle, flüssige Passagen auf, in denen es entscheidend ist, Tempo mitzunehmen und maximalen Grip zu erzeugen. Die richtige Balance zwischen diesen unterschiedlichen Anforderungen zu finden, ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Rennwochenende.»
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