Brennpunkt Katar-GP: Honda-Ass Johann Zarco nahm kein Blatt vor den Mund
LCR-Honda-Racer Johann Zarco zeigte sich vor dem FP1 in Sepang auch sprachlich als Routinier. Der MotoGP-Routinier über Australien, die Möglichkeiten in Malaysia und den anstehenden Katar-GP.
Grand-Prix-Routinier Johann Zarco – der Franzose trat zum ersten Mal 2009 in Sepang an – meldete sich guter Dinge zu Wort, zunächst mit einem Blick in den Rückspiegel. Zarco hatte vor knapp einer Woche auf Phillip Island im nassen Q2 Startplatz 3 herausgefahren, musste seine Honda dann aber im Sprint mit technischen Problemen abstellen. Trotz der Absage des GP-Rennens aufgrund inakzeptabler Wetterbedingungen zeigte sich Zarco frei von Frust.
«Um ehrlich zu sein, unser Kalender ist viel zu voll gepackt, als dass ich mir darüber den Kopf zerbrechen kann. Ich versuche immer, das Beste mitzunehmen, und im Falle von Australien ist es die Tatsache, dass ich sehr viel Energie sparen konnte und dafür sehr frisch in Malaysia angekommen bin.»
Auch in Südostasien ist allerdings mit Regen zu rechnen. Für Johann Zarco kein Horror-Szenario: «Ich hoffe sicher nicht für Regen in Sepang, aber es stimmt auch, dass ich mit Regenreifen bessere Aussichten auf ein Spitzenresultat habe – und gegen Ende der Saison noch einmal ein sehr gutes Ergebnis einfahren, das würde dem Team sehr gut tun.»
Der 36-Jährige weiter: «Auf der anderen Seite freue ich mich auch auf jede Runde im Trockenen, denn es wird helfen, unser Wissen insgesamt zu verbessern, auch mit Blick auf die kommende Saison. Zur Erinnerung: Zarco zählt zu jener klaren Minderheit, die Ende 2026 keinen Team-Tapetenwechsel bewerkstelligen. Neu werden dagegen das 850er-Arbeitsgerät – und Boxennachbar David Alonso sein.
Katar: Offiziell ist alles normal
Während es etliche MotoGP-Piloten in Sepang vorzogen sich nicht zum umstrittenen Katar-GP (direkt im Anschluss an das Event in Malaysia) zu äußern gab der älteste Pilot des GP-Zirkus seine Sicht zu Protokoll: «Wir haben die Bestätigung von der Regierung in Katar, dass die Bedingungen so normal sind, das die Durchführung des GP möglich. Hier liegt es an uns diesen Aussagen zu vertrauen. Es gibt keinen Grund, das nicht zu tun, denn die Regierung hat kein Interesse daran – wenn es ein Risiko gibt, dann werden sie den GP auch absagen. Was wir tun können, ist uns auf bestmöglich auf den Fall vorbereiten, das es doch noch abgesagt wird.»
Der Honda-Athlet fasste noch einmal zusammen: «Es gibt Verträge, wir können den GP nicht absagen und auch wenn es nachvollziehbar ist, dass es viele Bedenken gibt, an einen Ort zu reisen, der so nah an einem Kriegsgebiet liegt, offiziell ist alles normal und es gibt keinen Grund, sich dem zu widersetzen.»
Trotz düsterer Weltpolitik und aktuell Starkregen und Gewittern über Sepang gibt es positive Nachrichten aus dem Honda-Lager. Erstmals seit dem Misano-GP ist der weltgrößte Hersteller nach der Gesundung von Joan Mir – und Luca Marini – wieder mit allen Stammpiloten am Start. Dazu kommt: Mir holte 2025 Platz 3, Zarco holte als Achter nur im Sprint-WM-Punkte.
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