Rückzieher im Monaco-Debakel: Mercedes zieht Antrag auf Überprüfung zurück
Mercedes hatte sich zunächst McLaren und Red Bull Racing angeschlossen, um gegen das neue Monaco-GP-Ergebnis vorzugehen. Doch nun teilt die FIA mit: Der Antrag auf Überprüfung wurde zurückgezogen.
Eigentlich wollte Mercedes sich den beiden Kontrahenten McLaren und Red Bull Racing anschliessen, um gegen das neue Monaco-GP-Ergebnis vorzugehen, das sich durch den erfolgreichen Protest von Alpine ergeben hat. Denn die Franzosen machten von ihrem «Recht auf Überprüfung» gebrauch, um die beiden Zeitstrafen, die Pierre Gasly von Platz 3 auf Rang 7 zurückgeworfen haben, noch einmal bewerten zu lassen.
Diese hatte der Formel-1-Routinier fürs Überschreiten des Tempolimits in der engen Monaco-Boxengasse kassiert – und dieses Schicksal teilte er auch mit anderen Piloten. Das Team aus Enstone konnte aber nachweisen, dass der Franzose zu keinem Zeitpunkt zu schnell unterwegs war und das Tempolimit von 60 km/h eingehalten hatte. Die Regelhüter mussten einen Messfehler einräumen, weshalb Gasly seinen dritten Platz wieder zugesprochen bekommen hat.
Das kam bei der Konkurrenz nicht gut an – vor allem bei Red Bull Racing, denn das Team aus Milton Keynes hatte zuvor mit Isack Hadjar den dritten Platz bejubeln dürfen. Deshalb ging der Rennstall, für den auch Max Verstappen antritt, gegen das neue Ergebnis vor – zusammen mit McLaren, denn auch das Weltmeister-Team war wegen der Tempolimit-Zeitstrafe gegen Oscar Piastri betroffen. Sie erachten es als unfair, dass Gasly sozusagen belohnt wird, weil er seine Strafen nicht abgesessen und deshalb nachträglich aufgebrummt bekommen hat, was deren erfolgreiche Streichung durch das FIA-Urteil erst möglich gemacht hat.
Mercedes schloss sich dem Protest der Gegner zunächst an, um Klärung zu schaffen, wie Mercedes-Teamchef Toto Wolff in Barcelona betonte. Es sei eine Frage des Prinzips, hielt der Wiener fest, räumte aber auch ein, dass die Erfolgsaussichten gering sind. Das dürfte der Grund sein, warum Mercedes sich schliesslich entschieden hat, den Antrag auf Überprüfung zurückzuziehen.
Für Mercedes-Routinier George Russell hatte die Tempolimit-Strafe von Monaco besonders gravierende Auswirkungen. Weil sein Team beim zweiten Stopp vergass, die Strafe abzusitzen, wurde er mit einer Durchfahrtsstrafe bedacht, die ihn aus den Punkten warf.
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