Stepney verurteilt
Aber der Hauptschuldige der Spionage-Affäre von 2007 muss offenbar nicht ins Gefängnis.
Über Nigel Stepney wurde eine Gefängnisstrafe verhängt. Der frühere leitende Ferrari-Ingenieur hatte im Frühjahr 2007 technisches Know-how an Ferraris Erzrivalen McLaren weitergeleitet und sein Team überdies sabotiert. Die Affäre ging als Spy-Gate in die Historie ein und endete mit Ächtung Stepneys und 100 Millionen Dollar Strafe für McLaren-Mercedes.
Nun soll Stepney zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt. Aber es scheint, als habe sein Anwalt eine Geldstrafe ausgehandelt, mit der sich der Brite von der Freiheitsstrafe loskauft. Das ist vor deutschen Gerichten besonders bei Verkehrs- und Steuersündern Usus. Am der Bürde der Vorstrafe ändert dies jedoch nichts.
Stepneys Anwälting Sonia Bartolini sprach von erfolgreichen Verhandlungen hinsichtlich des letztlich zu entrichtenden Summe.
Stepney wird es verkraften. Sein letztes Salär wird auf rund eine Millionen Euro geschätzt.
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