Weltmeister Jenson Button: «Als Manager von Verstappen muss ich das machen»
Der Engländer Jenson Button (46), Formel-1-Weltmeister 2009, versucht, sich in die Lage von Max Verstappen zu versetzen. Der Brite glaubt zu wissen: «Klar schaut sich Verstappen um.»
306 Grands Prix, 15 Siege, Weltmeister 2009, bei McLaren einem gewissen Lewis Hamilton die Stirn geboten: Jenson Button muss niemand erklären, wie die Formel 1 funktioniert.
Der 46-Jährige aus Frome hat seinem Heim-GP von Silverstone natürlich vor Ort verfolgt, als GP-Experte von Sky hat er in der Wiege des Motorsports zu den heissen Themen Stellung genommen. Und kein Thema ist heisser als die Zukunft von Max Verstappen.
Der englische Formel-1-Champion über den niederländischen Formel-1-Champion: «Grundsätzlich ist es so – wenn sich sein Management nicht umhören würde, dann würden sie ihren Job nicht richtig machen. Als Manager von Max muss ich das machen. Es gibt zwei Teams, an denen er interessiert wäre. McLaren möglicherweise und natürlich der ganz grosse Name im Moment, Mercedes.»
«Gewiss, alle Fahrer bei den vier Top-Teams haben Verträge, aber Geld regiert die Welt. Also gibt es immer einen Weg, einen Fahrer woanders hinzubringen.»
«Max klingt im Moment wirklich ernüchtert. Er macht gute Miene zum bösen Spiel, aber ich glaube, er ist schon sehr frustriert über seine Situation. Nicht zu vergessen – viele Menschen, mit denen er lange Jahre lang zusammengearbeitet und WM-Titel gewonnen hat, sind weg oder woanders tätig. Das muss für ihn sehr seltsam sein. Es fühlt sich vielleicht ein bisschen einsam. Die ganzen Leute um ihn herum sind neu.»
«Also ja – ich denke, er wird sich umsehen. Das glaube ich wirklich. Als Manager von Verstappen würde ich ihn zu Mercedes bringen, an die Seite von Kimi oder George, je nachdem, wen sie abgeben wollen. Und das muss man. Man muss rücksichtslos sein, man muss egoistisch sein, weil er in seiner Karriere viel weiter ist als andere.»
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