Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

  1. Start
  2. /

  3. Langbahn
  4. /

  5. Grasbahn
  6. /

  7. Kolumne

Werbung

GrasbahnKolumne

Veranstalter müssen endlich an die Zuschauer denken

Staub, Dreck, Langatmigkeit: Das assoziieren viele mit Bahnsport. Wenn sich nichts ändert, werden auch noch die Hardcore-Fans vergrault.

Werbung

Werbung

Staub: Für Fahrer und Zuschauer ein Graus
Staub: Für Fahrer und Zuschauer ein Graus
Foto: Bär
Staub: Für Fahrer und Zuschauer ein Graus
© Bär

Viel Aufruhr und Gesprächsstoff gab es in den vergangenen Wochen, nachdem Martin Smolinski seinem Unmut zur Langbahn-WM freien Lauf lies und entsprechend den Mund aufmachte. Auch bei vielen offenen Rennen in Deutschland liegt so manches im Argen: Der Zuschauer wird oft unnötig lang an der Bahn gehalten, an Komfort wird gespart.

Werbung

Werbung

Schaut man sich Zeitungs- oder TV-Berichte an, fallen einige Schlagwörter immer wieder: "Es ist laut, es staubt, der Dreck fliegt durch die Luft." Komisch, dass die Aussicht auf verstaubte Väter und Kinder, die sonntagabends irgendwann die dreckige Wäsche nach Hause bringen, bei Müttern keine Lust auf Bahnsport weckt. Bahnrennen geraten im Vergleich zu anderen familiären Freizeitaktivitäten ins Hintertreffen.

Wenn es beim Rennen staubt, dann ist das oftmals am Renntag nicht zu verhindern. Doch in den großen Speedway-Hochburgen hat man dieses Problem auch im Griff, man kümmert sicht halt nicht erst am Renntag um die Bahn, sondern Tage zuvor und sorgt mit einem passenden Feuchtigkeitsgehalt für relativ staubfreie Rennen.

20 Rennläufe in sieben Stunden

Werbung

Werbung

Ringt sich die Familie doch durch zu einer Bahnsportveranstaltung zu gehen, bietet sich den neugierigen Rennbesuchern oftmals ein mehr als tagefüllendes Programm. Es werden 15 bis 20 Rennläufe in sechs bis sieben Stunden abgewickelt, vermutlich in der Hoffnung, dass der Rennbesucher nicht nur einmal Hunger und Durst bekommt und so öfter zum Bewirtungsstand rennt.

Im 21. Jahrhundert will der Rennbesucher, den man auch zahlenden Kunden nennen könnte und der in einer schnelllebigen Zeit lebt, keine 7 bis 8 Stunden zuzüglich An- und Abfahrt auf dem Rennplatz verbringen. Der Besucher will spannende Rennaction in 2 bis 3 Stunden erleben und dann mit Kind und Kegel wieder nach Hause fahren. Und nicht als Melkkuh erst nach dem dritten Gang zur Bratwurstbude, was bei einem Besuch mit der Familie auch an den Geldbeutel geht.

Es ist im deutschen Bahnsport nicht alles schlecht: Viele ehrenamtliche Helfer leisten zahlreiche Stunden im Hintergrund, die ein Unbeteiligter niemals zur Kenntnis nehmen wird und es gibt Veranstalter die es schaffen, trotz Stürzen und anderen Widrigkeiten Mammutprogramme schnell und zügig abzuwickeln. Doch einige Dinge müssen offen angesprochen werden, wenn sich Wochenende für Wochenende das gleiche Schauspiel bietet und selbst die eingefleischten Bahnsportfans langsam aber sicher die Schnauze voll haben und lieber zu Hause bleiben als zu den Rennen zu fahren.

45 Minuten Pausen vor den Finales

Werbung

Werbung

Beim Grasbahnrennen in Zweibrücken passierte vor den Endläufen über 45 Minuten fast nichts. Es gab Siegerehrungen, danach mussten die Startplätze ausgelost werden. Die Zuschauer verließen entweder das Stadion oder hockten in der Hitze und warteten auf das Tageshighlight, die Finalläufe der besten Fahrer, die dann in der zweiten Runde wieder in ihren eigenen Staub fuhren!

Manche Flutlichtrennen enden fast schon traditionell – besonders familienfreundlich – erst spät nach Mitternacht. In Inzell beim Eisspeedway wird im Werbeflyer die Siegerehrung auf 16:15 Uhr ausgewiesen und um 17:30 Uhr stehen zahlreiche Eisspeedwayfans am Bahnhof in Traunstein und müssen hoffen, dass sie die Finalläufe auf Youtube nachverfolgen können, da um 17 Uhr noch nicht einmal die Halbfinalläufe gestartet waren. Die Begeisterung darüber war in den Gesichtern zu erkennen.

Leider sind Zeitpläne oft das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind, vieles passiert zu unkoordiniert. Da vergehen etliche Minuten, bis die Bahndienstfahrzeuge auf der Bahn sind, oder bis alle Fahrer und Offizielle zur Siegerehrung parat stehen.

Aus dem Geschäftsleben weiß man: Ein zufriedener Kunde kommt wieder, ein unzufriedener so schnell nicht mehr. Über zu viele Rennbesucher hat noch kein Veranstalter geklagt.

Werbung

Werbung

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


Themen

Aktueller Stand

Voller Stand

Rank

Person

Result

1

Kenneth Kruse Hansen

19

2

Dave Meijerink

19

3

Chris Harris

12

4

Jacob Bukhave

14

5

Zach Wajtknecht

19

6

Andrew Appleton

13

7

Romano Hummel

13

8

Mathias Trésarrieu

11

9

Glenn Moi

11

10

Mika Meijer

11

11

Patrick Kruse

10

12

Fabian Wachs

3

13

Mark Beishuizen

6

14

Stephan Katt

6

15

Mario Niedermeier

5

16

Tino Bouin

2

17

Anthony Chauffour

0

18

Kevin Glorie

0

Langbahn News

Alle News

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.

    Berichte & Analysen

    Redaktion

    Serien