EM-Challenge Bielefeld: Wetterchaos, Wertung nach 12 Läufen, kein A-Finale
Die Grasbahn-Challenge für das EM-Finale geriet in Bielefeld zur Zitterpartie. Nach heftigen Regengüssen fanden alle Vorläufe, das C- und das B-Finale statt. Das A-Finale nicht. Gewertet wurde aber.
Der Leineweberring im ostwestfälischen Bielefeld war von den Verantwortlichen des DMSC Bielefeld im Vorfeld in einen Top-Zustand gebracht worden. Doch dann änderten sich am Sonntagmorgen die Wetterprognosen ständig. Da man dieses wichtige Prädikat der FIME zu einem wertbaren Ende führen wollte, beschloss die Jury kurzerhand, den Beginn der Rennen von ursprünglich 13.30 Uhr auf 11.15 Uhr vorzuverlegen und das Rahmenprogramm mit B-Solo, den Gespannen und Enduros hintan zu stellen.
Das klappte letztendlich, obwohl bis zum Ende der Veranstaltung gegen 16 Uhr, das bis dahin ausharrende Publikum ohne ein A-Finale auskommen musste. Der Wettergott hatte etwas dagegen, denn gegen 13 Uhr begann es wie aus Kübeln aus den Wolken zu schütten, begleitet von Gewittern rund um Bielefeld.
James Shanes war nicht zu schlagen
Zum Sportlichen: Neun Wertungsläufe hatten die EM-Finalanwärter schon absolviert, das waren je drei pro Fahrer, das hätte für eine endgültige Platzierung gereicht. Dann schob man noch drei Durchgänge hinterher, damit waren es zwölf. Super bis dahin war der Auftritt des Briten James Shanes, der ja erst im Vorjahr nach einer langen Verletzungspause wieder mit dem Langbahnsport angefangen hatte.
Der 29-Jährige, der schon 2016 und 2017 Grasbahn-Europameister wurde, dominierte seine vier Läufe und führte vor den geplanten drei Finalläufen die Wertung mit maximalen 20 Punkten an. Fast zu Sturz kam Shanes in Heat 8, als er mit seinem Landsmann Paul Cooper bei voller Fahrt eine Berührung hatte, zurückfiel, dann aber energisch wieder aufholte und sich den Laufsieg holte. Cooper war übrigens für den verletzten Franzosen Jordan Dubernard ins Feld nachgerückt.
Für das abschließende A-Finale standen damit Shanes (20 Punkte) und Cooper (15), sowie der Däne Jacob Bukhave (19) und der Brite Andrew Appleton (16) fest. Die beiden Bestplatzierten aus dem B-Finale sollten hier dann dazukommen.
Man hätte besser kein C- und B-Finale fahren sollen
Doch der Reihe nach. Neben den vier Genannten folgten in der Platzierung bis dahin Mickie Simpson (GB, 14), Patrick Kruse (DK, 14), Mathias Tresarrieu (F, 14), Stephan Katt (D, 13), Glenn Moi (N, 9), Timo Wachs (D, 8) und auf Platz 11 Daniel Spiller aus Nürnberg mit sieben Zählern.
Hätte man hier Schluss gemacht, wären diese ersten elf die Fahrer für das EM-Finale in Aduard (NL). So kam es dann am Ende auch nach einigem Hin und Her.
Aber erst wurde das C-Finale gefahren und danach das B-Finale. Pikant hier: Der kleine Franzose Noah Urda machte einen großartigen Lauf und gewann das C-Finale vor Spiller. Damit hätte sich Urda Platz 11 ergattert und wäre in Aduard dabei und Spiller draußen.
Trotz aller Anstrengungen konnte das A-Finale nicht stattfinden
Aber es kam nicht soweit, denn es regnete erneut. Der Bahndienst unternahm zwar alles Mögliche, um den Leineweberring wieder von den Wassermassen zu befreien und die Crosser drehten dazu viele Runden um hier zu unterstützen, aber es nützte nichts. Nach langen Verhandlungsrunden zwischen Fahrern und Jury traf man hinter verschlossenen Türen die Entscheidung, das A-Finale aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu fahren und die Challenge nach den Vorläufen zu werten.
Und: Der enttäuschte Noah Urda soll für Aduard eine Wildcard erhalten. Aus deutscher Sicht sind neben Spiller auch Stephan Katt und Timo Wachs qualifiziert.
Nicht mehr zum Zuge kamen die Akteure des Rahmenprogramms, die lange auf eine endgültige Entscheidung der Offiziellen warten mussten.
Ergebnisse Grasbahn-EM Challenge Bielefeld:
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1. James Shanes (GB), 20 Punkte
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2. Jacob Bukhave (DK), 19
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3. Andrew Appleton (GB). 16
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4. Paul Cooper (GB), 15
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5. Mickie Simpson (GB), 14
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6. Patrick Kruse (DK), 14
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7. Mathias Tresarrieu (F), 14
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8. Stephan Katt (D), 13
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9. Glenn Moi (N), 9
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10. Timo Wachs (D), 8
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11. Daniel Spiller (D), 7
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12. Jörg Tebbe (D), 6
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13. Darryl Ritchings (GB), 6
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14. Noah Urda (F), 6
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15. Fabian Wachs (D), 5
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16. Jeffrey Sijbesma (NL), 3
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17. William Kruit (NL),3
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18. Jan Hlačina (CZ), 1
Die Fahrer auf den Plätzen 1 bis 11 haben es ins EM-Finale von Aduard am 29. August 2026 geschafft .
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