Böse Monaco-Überraschung für Ferrari-Star Lewis Hamilton: «Chance verpasst»
Lewis Hamilton durfte sich nach dem Trainingsfreitag in Monaco Hoffnungen auf die Pole machen, doch am Ende musste er sich mit dem 3. Platz begnügen. Der Ferrari-Star wirkte hinterher etwas ratlos.
Lewis Hamilton hatte nach dem Auftakt ins prestigeträchtige Rennwochenende in seiner Wahlheimat Monaco allen Grund, zuversichtlich auf das Qualifying zu blicken. Denn der siebenfache Weltmeister hatte im zweiten freien Training die Tagesbestzeit in den Asphalt des berühmt-berüchtigten Strassenkurses gebrannt. Doch am Samstag erlebte er dann eine böse Überraschung.
Bereits im dritten freien Training trennten ihn mehr als drei Zehntel von der Bestzeit, die sein Mercedes-Nachfolger Kimi Antonelli aufgestellt hatte. Der Ferrari-Star musste sich mit dem dritten Platz hinter dem WM-Leader und seinem eigenen Teamkollegen Charles Leclerc begnügen. Auch im Qualifying lief es nicht rund. Das erste Segment beendete er als Fünftschnellster, fast fünf Zehntel fehlten ihm auf die Q1-Bestzeit seines Stallgefährten. Im Q2 war er etwa gleich weit von der Spitzenzeit entfernt, die Max Verstappen aufgestellt hatte. Und am Ende der Zeitenjagd war er der Drittschnellste hinter Polesetter Antonelli und dem Niederländer aus dem Red Bull Racing Team.
Ratloser Rekord-Weltmeister
Hamilton erklärte nach dem Ende des Qualifyings gewohnt offen: «Wir haben das ganze Wochenende stark ausgesehen, und auf dieser Strecke macht das Fahren immer Spass. Ich fühlte mich im Auto grossartig, und wir konnten gute Fortschritte machen. Aber heute morgen mussten wir einen Rückschlag hinnehmen, als ich ins Qualifying startete, war das Auto in einer wirklich schlechten Verfassung. Im Q1 musste ich grosse Veränderungen am Frontflügel vornehmen, um die Fahrzeug-Balance wieder einigermassen hinzubekommen.»
«Ich bin mir nicht ganz sicher, was schief gelaufen ist», gestand der 105-fache GP-Sieger. «Wir werden uns das jetzt genau anschauen, um es zu verstehen. Aber wir haben die Chance verpasst, um einen Startplatz in der ersten Reihe zu ergattern. Das ist eine kleine Überraschung, auch wenn ich trotzdem froh bin, dass ich alles herausholen konnte, was möglich war. Das Auto war am Limit, und ich war es auch, mehr war nicht möglich», seufzte er.
Auf Nachfrage stellte der Ferrari-Star auch klar: «Ich denke nicht, dass wir mit dem Set-up in die falsche Richtung gegangen sind, denn wir haben nur ganz kleine Anpassungen vorgenommen, das waren wenige Millimeter da und dort, die wir verändert haben. Dennoch hat sich das Auto komplett verändert, und das müssen wir nun genauer anschauen. Wir wären sicherlich näher dran gewesen, wenn wir das Tempo von gestern gehabt hätten. Doch die Jungs vor mir haben unfassbare Rundenzeiten aufgestellt, Hut ab! Ich werde im Rennen sicherlich alles geben, um mitzuhalten.»
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