Diogo Moreira abermals schnellste Honda: «Jede Runde wie im Qualifying!»
Als Siebter war Diogo Moreira in Ungarn erneut der beste Honda-Fahrer. Der MotoGP-Rookie berichtete, was im Sprintrennen möglich gewesen wäre und was er sich für den Grand Prix ausrechnet.
Diogo Moreira ist in Top-Form. Der LCR-Honda-Rookie fuhr im MotoGP-Sprintrennen in Ungarn zum dritten Mal in Folge als beste Honda über die Ziellinie. Platz 7 war es beim Fallen der Zielflagge im Samstagsrennen im Balaton Park, rund eine halbe Sekunde hinter dem MotoGP-Weltmeister von 2024, Jorge Martin auf dem derzeit besten Motorrad im Feld. Diesen hatte der Brasilianer im Zweikampf zur Weißglut und bei einem Ausbremsmanöver neben die Strecke getrieben.
Ob der Grand Prix am Sonntag ähnlich erfolgreich oder sogar besser werden könne? «Das Sprintrennen war grenzwertig für uns, viel mehr hätten wir nicht herausholen können. Das Ziel ist, um einen Platz innerhalb der ersten 10 mitzufahren.» Dabei fuhr der 22-Jährige im Samstagsrennen die ersten fünf Runden sogar auf Rang 6, bevor er sich dem «Martinator» endgültig beugen musste. Eine erfolgreiche erste Runde sei der Schlüssel gewesen. «In der ersten Kurve war ich innen und konnte überholen, in der folgenden war ich außen und habe Positionen gewonnen. In diesen zwei Kurven habe ich mein Ergebnis beim Zieleinlauf geholt. Nach der ersten Runde konstant schnell weiterfahren zu können, hat uns sehr geholfen, denn danach war jede Runde wie im Qualifying für uns!»
Von Position 11 aus startet der Moto2-Weltmeister beim Ungarn-Event nur knapp hinter seiner eigenen Zielvorgabe, zwei Plätze hinter Markenkollege Luca Marini im Honda-Werksteam: «Es ist schwierig auf dieser Strecke zu überholen! Wir haben es in der Vorsaison gesehen: Es gibt nur zwei Stellen, an denen das möglich ist.» Ein Umstand, den Jorge Martin am Samstag gegen Moreira erfahren musste. Für den Grand Prix erwartet der Honda-Junior langsamere Rundenzeiten: «Am Sonntag müssen wir 26 Runden fahren, alle werden also etwas langsamer sein müssen.»
Anders als im Grand Prix am Sonntag, konnten die Piloten im Sprintrennen mit offenem Visier fahren, ohne auf den Verschleiß der Michelin-Gummis achtgeben zu müssen.
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