Felix Bähker zu seinem Gesundheitszustand: «Bin bald verlegungsfähig»
Der in Portugal schwer gestürzte Hard-Enduro-Fahrer Felix Bähker meldet sich erstmals aus dem Krankenhaus, spricht über seine tägliche Arbeit am Körper und die nächsten Ziele auf dem Weg zurück.
Felix Bähker sorgte vor zehn Tagen für einen Schock in der deutschsprachigen Motorrad-Familie. Der Deutsche stürzte am 1. Mai zu Beginn des Wochenendes des Hard-Enduro-WM-Laufs XL Lagares schwer, zog sich dabei schwere Verletzungen an der Wirbelsäule sowie am Rückenmark zu und wurde wenige Stunden später noch vor Ort in Portugal operiert. Dort hält sich Bähker immer noch auf.
Die zwei gebrochenen Wirbel wurden mit Titan-Stäben stabilisiert. Das Problem: Nach der Operation fehlte dem 21-Jährigen aus Endingen am Kaiserstuhl das Gefühl in den Beinen. Bähker fühlt im Moment 30 bis 40 Prozent Sensibilität in den Beinen, aktive Motorik und Beweglichkeit fehlen aber noch. Die Prognose bleibt offen – es gibt aber Hoffnung. Bähkers Enduro-Kumpel Milan Schmüser organisierte eine Spendenaktion, die bereits mehr als 84.000 Euro eingebracht hat.
Jetzt hat sich Bähker gegenüber SPEEDWEEK.com erstmals zu Wort gemeldet: «Es ist sehr cool, was da abging», stellte er zur Sammelaktion mit großer Dankbarkeit fest. «Die Unterstützung ist der Wahnsinn!» Zu den nächsten Tagen sagte Bähker: «Ich bin noch in Portugal, wo ich operiert wurde. Ich war am Sonntag erstmals im Rollstuhl. Langsam werde ich da etwas unabhängiger, denke ich – um dann auch in eine Reha zu gehen.»
Rückenmark wurde entlastet
«Nächste Woche werden mir die Fäden gezogen, dann bin ich bald verlegungsfähig. Wir schauen mal – vielleicht Deutschland oder Schweiz. Ich weiß noch nicht genau, wohin es gehen wird. Ich hoffe jedenfalls, dass es in den nächsten zehn Tagen so weit ist und dass ich dann in Reha komme.» Zur medizinischen Situation sagte Bähker: «Die Operation ist gut gelaufen – sie konnten das Rückenmark entlasten. Aber es hat ein Trauma gegeben von den Brüchen, die da draufgedrückt haben.»
Weiters schilderte Bähker: «Sechs Stunden nach dem Unfall konnte ich schon operiert werden – es wurde das Rückenmark entlastet, was relativ gut ist. Jetzt warte ich auf Besserung. Es hätte nur ein paar Stunden, Tage dauern können – es kann aber auch Wochen oder auch Monate dauern. Ich mache jetzt Übungen mit Physios, dann kommt die Reha mit mehr Möglichkeiten. Jetzt heißt es Geduld haben und arbeiten!»
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