Bagger World Cup: Das war das Feedback der Fahrer zum 280-kg-Bike
Im Rahmen des MotoGP-Events in Austin finden die ersten Rennen des Bagger World Cups statt. Harley-Technik-Direktor Jason Kehl verrät die ersten Eindrücke der Fahrer auf dem Circuit of the Americas.
Der Harley-Davidson Bagger World Cup feiert an diesem Wochenende in Austin seine Premiere. Auf dem Circuit of the Americas finden die ersten zwei von insgesamt 12 Rennen statt. Die vier Teams sind bei den sechs Events außerhalb der MotoGP-Paddocks, in der «Fan Zone», untergebracht. Laut Harley war dies eine bewusste Entscheidung, um nah an den Fans dran zu sein.
So fand am Donnerstag in Austin auch die offizielle Vorstellung der Serie mit allen Fahrern und Teams im Harley-Paddock statt. Das erste Mal präsentierten Joe Rascal Racing, Saddlemen Race Development, Niti Racing und ParkinGO ihre Bilkes für die Saison 2026. Danach folgte das obligatorische «Klassenfoto» auf der Start-Ziel-Gerade der spektakulären Rennstrecke.
Vor dem Rennwochenende in Texas haben die Fahrer und Teams ihre Bikes beim Test, der am 21. und 22. März über die Bühne ging, erstmals gesehen und damit die ersten Runden gedreht. «Der Test war sehr gut. Viele Leute, Teams und Fahrer arbeiteten gemeinsam daran, um diese neue Kategorie auf die Rennstrecke zu bringen und den Test durchzuführen. Eines der schönsten Erlebnisse war, als wir die Bikes an die Fahrer übergaben, sie diese starteten und dann ein Lächeln im Gesicht hatten», meinte Jason Kehl, Technischer Direktor and Teamchef Harley-Davidson Factory Racing im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wir haben insgesamt 574 Runden absolviert und die Fahrer haben sich in den Sessions kontinuierlich gesteigert. Die Rundenzeiten waren schnell.»
Das Feedback der Fahrer bei den Tests war äußerst spannend: «Es war sehr interessant. Von den Fahrern kam viel Feedback, dass das Motorrad zugänglicher ist als angenommen. Das Bike hat keine Traktionskontrolle. Für so einen großen V2-Motor verfügt es über ein sehr sanftes und vorhersehbares Drehzahlband», erzählte Kehl. «Die Fahrer fühlen sich sehr wohl mit der Leistungsabgabe – diesbezüglich haben wir sehr viel positives Feedback erhalten. Auch hinsichtlich des Handlings haben wir gutes Feedback bekommen – das Motorrad fühlt sich leichter an als angenommen, mehr wie ein Sportmotorrad. Wo man das Gewicht spürt, ist in den Bremszonen und bei schnellen Richtungswechseln.» Harley-Davidson kann bei den Road-Glide-Motorrädern auf fünf Jahre Rennerfahrung in der US-amerikanischen King-of-the-Beggars-Serie zurückgreifen.
Steigerung am Rennwochenende
Die schnellste Zeit fuhr der ehemalige Moto2-Pilot Eric Granado mit 2:13,413 min. Zum Vergleich: der MotoGP-Rundenrekord in Austin liegt bei 2:00,864 min (Maverick Vinales, 2024). Beim Rennwochenende ist mit einer deutlichen Steigerung zu rechnen. «Mit mehr Motorrädern auf der Strecke wird es mehr Gummiabrieb haben. Ich denke, dass wir schneller sein werden», blickte Kehl voraus. Im FP2 am Freitag fuhr Archie McDonald bereits eine 2:13,043 min.
Am Freitag finden die beiden freien Trainings und das Qualifying statt, die zwei Rennen werden am Samstag und am Sonntag gefahren. Ein Rennen dauert auf der 5,513 km langen Strecke 7 Runden. Weshalb hat man sich auf diese kurze Distanz festgelegt? «280 kg!», lautete die kurze Antwort von Kehl. «Die Bikes sind doppelt so schwer als Superbikes. Ein Punkt ist sicher der Reifenverschleiß, aber wir wollten auch eine attraktive Renndistanz haben.»
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