Honda weiter im Tal der Tränen: Nullnummer bei der Superbike-WM in Most
Das Superbike-Meeting in Most brachte für das Werksteam der Honda Racing Corporation keine Besserung. Auffällig war nur, dass Dixon-Ersatz Yuki Kunii auf dem Niveau von Somkiat Chantra fuhr.
Beim fünften Saisonmeeting musste Honda zum fünften Mal auf Einsatzfahrer Jake Dixon verzichten – der Engländer stürzte beim Phillip-Island-Test und zog sich eine langwierige Handverletzung zu. Wie zuvor in Ungarn wurde Somkiat Chantra der Japaner Yuki Kunii an die Seite gestellt.
Chantra bestritt mittlerweile sein viertes Rennwochenende in der Superbike-WM, eine Steigerung seiner Performance konnte man bisher jedoch nicht erkennen. Der Thailänder kämpfte auf dem Autodrom Most allenfalls mit Yamaha-Privatier Mattia Ratto, der ebenfalls sein erste Superbike-Saison bestreitet. Der aus der MotoGP gewechselte Chantra strandete in den langen Rennen auf den Plätzen 17 und 18, im Superpole-Race stürzte er.
«Im Sprintrennen habe ich versucht, der Gruppe vor mir zu folgen, stürzte aber leider beim Bremsen und konnte nicht weiterfahren», bedauerte der 27-Jährige. «Rennen 1 brachte kleine Fortschritte. Dank der Arbeit am Set-up während der freien Trainings konnten wir uns in einigen Bereichen verbessern, gleichzeitig aber auch in anderen Bereichen etwas einbüßen. Wir müssen also weiterarbeiten. Im zweiten Rennen unterlief mir in Kurve 1 ein Fehler, weil ich das Motorrad nicht richtig verzögern konnte und geradeausfuhr, was eine Long-Lap-Strafe zur Folge hatte. Dadurch verlor ich etwa sechs Sekunden auf die Fahrer vor mir, konnte den Rückstand aber in der letzten Runde auf unter eine Sekunde verkürzen. Ich denke, wir haben an diesem Wochenende mit dem Motorrad kleine Fortschritte gemacht, aber wir müssen noch deutlich besser werden.»
Die Long-Lap-Strafe erhielt Chantra, weil er abkürzte und anschließend nicht wie vorgeschrieben langsamer fuhr.
Mit einem technisch bedingten Ausfall im ersten Rennen und den Plätzen 16 und 19 im Sprint und zweiten Lauf war Kunii auf einem ähnlichen Niveau unterwegs. Angesichts der Umstände und der Konkurrenzfähigkeit der Honda konnte man vom 23-Jährigen nicht mehr erwarten.
«Die Rennen waren anspruchsvoll, aber auch lehrreich. Ich das Gefühl, dass ich mein Verständnis für das Motorrad und den in der WorldSBK benötigten Fahrstil weiter verbessere. Die Ergebnisse sind zwar weiterhin nicht optimal, aber ich bin froh, dass ich beide Rennen fehlerfrei und mit konstantem Tempo beenden konnte», zog Kunii für sich Bilanz. «Runde für Runde habe ich besser verstanden, wie ich das Motorrad konstant fahren kann, und das veränderte Set-up hat mir auch geholfen, mein Gefühl während der Rennen zu verbessern. Beide Rennen zu beenden, war einer der positiven Aspekte für mich. Es war mein erstes Mal in Most, und ich gewöhne mich noch an das Werksmotorrad, aber dieses Wochenende und diese Erfahrung haben mir geholfen, mich als Fahrer weiterzuentwickeln.»
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