Can Öncü (Yamaha): «Zu gefährlich, habe mich mit Platz 2 abgefunden»
Die Supersport-WM 2026 schien für Can Öncü bereits gelaufen zu sein, doch der Ten Kate Yamaha-Pilot kommt immer besser in Fahrt. Nach Most scheint der erste Sieg nur eine Frage der Zeit zu sein.
Wie vor zwei Wochen auf dem Balaton Circuit musste sich Can Öncü auch auf dem Autodrom Most mit zweiten Plätzen zufrieden geben. In beiden Rennen musste sich der 22-Jährige knapp ZX Moto-Pilot Valentin Debise geschlagen geben – um die Winzigkeit von 0,639 und 0,056 sec.
Can Öncü gab sich mit Platz 2 zufrieden
Der ehrgeizige Öncü tat sich immer schwer, zweite Plätze zu akzeptieren. Das niederländische Yamaha-Team Ten Kate hat dem Türken erfolgreich eingeschärft, dass eine Zielankunft auf Platz 2 höher einzuschätzen ist, als ein Sturz in Führung liegend.
«Wir hatten einige heftige Zweikämpfe, und ich habe versucht, mich abzusetzen, aber das war nicht möglich, weil es noch mehr Fahrer gab, die ein sehr hohes Tempo vorgaben», berichtete Öncü vom ersten Rennen. «Ich habe versucht, in der Spitzengruppe zu bleiben, und wollte im letzten Teil des Rennens angreifen, aber das war nicht möglich, weil der Abstand zu groß war, um in der Bremszone zu überholen. Das wäre etwas zu gefährlich gewesen, also habe ich mich mit dem zweiten Platz zufrieden gegeben.»
Weil WM-Leader Albert Arenas (Yamaha) im zweiten Lauf stürzte, konnte Öncü seinen Rückstand deutlich auf 38 Punkte verringern. Bei noch sieben ausstehenden Rennwochenenden hat der Yamaha-Pilot die Weltmeisterschaft noch nicht abgeschrieben.
«Die ersten Rennen waren nicht so einfach für uns, aber die Saison ist noch lang. Nun schaut es aber so aus, als wären wir zurück und wirklich konkurrenzfähig», analysierte Öncü. «Das liegt aber nicht an mir, sondern am Team. Jeder im Team schuftet unermüdlich und legt sich noch mehr ins Zeug als ohnehin. Für diesen Einsatz kann ich nur danke sagen. Und es zahlt sich aus. Unser Paket ist immer besser geworden und ich komme immer besser damit zurecht.»
Mehr können wir von Can nicht verlangen.Teammanager Kervin Bos
Für Teammanager Kervin Bos war das Meeting in Most der vorläufige Saisonhöhepunkt.
«Can ist ein phänomenales Rennen gefahren und ist bis an die Grenzen gegangen. Er hat keine Fehler gemacht und dafür gesorgt, dass er das Motorrad sicher ins Ziel gebracht hat», lobte der Niederländer. «Ein weiterer zweiter Platz und ein weiteres unglaublich starkes Wochenende. Mehr können wir von ihm nicht verlangen. Auf so hohem Niveau zu fahren, ohne Fehler zu machen, ist einfach unglaublich beeindruckend. Ferner haben wir auch wichtige Schritte in Richtung Meisterschaft gemacht.»
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