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Lewis Hamilton 1., Ferrari gibt in Monaco den Ton an – Konkurrenz ratlos
Die beiden Ferrari von Lewis Hamilton und Charles Leclerc haben in Monaco die besten Zeiten erzielt. Die Konkurrenz ist baff über einen technischen Kniff der Italiener. Nun ist Ferrari Favorit.
Schon von der ersten Monaco-Runde an fiel auf: Die Ferrari liegen auf den Bodenunebenheiten und Randsteinen besser als alle anderen Rennwagen.
Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff sah sich das genauer an und holte dann Technikchef James Allison hinzu. Ihre Gesichter zeugen von Unglauben und milder Ratlosigkeit. Übersetzung der Mimik: Wie zum Teufel bringen die Italiener das hin?
Ex-GP-Pilot Timo Glock ist für unsere deutschen Kollegen von Sky nach Monaco gereist. Der Hesse erklärt: «Der Ferrari ist viel weicher abgestimmt, daher schluckt er die Bodenunebenheiten besser. Die Italiener können sich dieses Set-up leisten, weil der Wagen hervorragenden mechanischen Grip aufbaut.»
Will heissen: Würden wir die Flügel an den Rennwagen entfernen, also den aerodynamischen Grip, dann wäre Ferrari deutlich vorne.
Glock weiter: «Die Möglichkeiten der Gegner sind begrenzt. Sie werden nun versuchen, die Abstimmung am Samstag weicher zu gestalten, aber das führt dazu, dass die Autos zum Aufsetzen neigen und die Aerodynamik nicht mehr so zuverlässig funktioniert. Die heutigen Autos sind deshalb so bretthart abgestimmt, damit die Aero des Unterbodens so gleichmässig wie möglich funktioniert.»
GP-Sieger Ralf Schumacher weiss: «Schon in den vergangenen Jahren hatte Ferrari in Monaco ein konkurrenzfähiges Auto, selbst in Saisons, wenn sie nicht das beste Auto hatten.»
Bestzeit also für Lewis Hamilton, der sich im 2026er Auto sichtlich wohlfühlt. Und da ist noch mehr, wie Timo Glock weiss: «Da kam Lewis an die Box, dann hat er höchstpersönlich Handgesten gemacht, dass vorne am Frontflügel nochmal was verstellt wird, das er dann auf der Bahn mit weiteren Runden ausprobieren will. Da kriegst du schon das Gefühl – Hamilton hat da die Führung an sich gerissen.»
Der Rekord-Champion hatte schon in Kanada gesagt: «Ich gehe zur Vorbereitung nicht mehr in den Rennsimulator, sondern mach mein Ding. Damit komme ich besser zurecht.»
Nach dem Monaco-Freitag sagt der Brite: «Insgesamt war das ein positiver Tag, und das Auto fühlte sich schon von den ersten Runden an ziemlich gut an. Das Team hat bei den Änderungen, die wir zwischen den beiden Sessions vorgenommen haben, solide Arbeit geleistet, und wir konnten unser Programm ohne grössere Probleme abarbeiten.»
«Monaco ist mit den Unebenheiten und der Nähe zu den Leitplanken immer eine ganz besondere Herausforderung, daher ist es nicht einfach, die richtige Balance zu finden und alles unter einen Hut zu bringen. Es gibt noch Leistungspotenzial, und heute Abend werden wir uns auf die Details konzentrieren, denn die Abstände sind hier sehr gering und vor dem Qualifying gibt es noch viel zu tun.»
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