Marc Marquez (Ducati) vor Frankreich-GP: «Regen ist wie eine Lotterie»
Mit gemischten Gefühlen reiste Marc Marquez nach Le Mans zum fünften MotoGP-Event 2026 an. Er weiß, warum die Saison bisher zäh verläuft und unter welchen Bedingungen das Potenzial sichtbar wird.
Jerez war ein Wochenende der Extreme für Marc Marquez. Im Sprint stürzte er bei einsetzendem Regen, rappelte sich auf – und gewann dennoch. Doch der Sonntag schrieb eine andere Geschichte: Während Bruder Alex das Hauptrennen gewann, endete Marc im Kies.
Mit 57 Punkten und zwei Sprint-Siegen als einzige Highlights liegt der Ducati-Lenovo-Pilot auf WM-Rang fünf. Die größte Schwachstelle benannte er: «Wir zeigen Speed, wir sind schnell – aber wir zeigen nicht die Konstanz, die man für eine Meisterschaft braucht.»
Der Jerez-Test brachte Erkenntnisse, technische Anpassungen inklusive: «Es war ein wichtiger Test. Wir müssen verschiedene Dinge in den Griff bekommen, wenn wir um die Meisterschaft kämpfen wollen.» Einige Neuerungen sollen in Le Mans eingeführt werden – wetterabhängig.
Seinen Sturz im Hauptrennen in Jerez ordnete Marquez knapp ein: «Dieser Sturz war nichts Besonderes, keine Erklärung. Ich habe etwas falsch gemacht, weil ich gestürzt bin – abhaken und weitermachen.»
Auf die Frage, was einen guten Fahrer im Nassen ausmache, verwies Marquez auf einen Kollegen: «Vielleicht ist Johann Zarcos Leistungssteigerung vom Trockenen ins Nasse sogar noch größer.» Im Regen selbst gelte: «Du musst mit dem Motorrad fließen, die Kurvengeschwindigkeit nutzen und den Schwung aus der Kurve mitnehmen – das ist weniger fordernd für die Reifen. Im Trockenen ist es in der MotoGP genau umgekehrt: Stop-and-Go. Aber es hängt vor allem vom Gefühl mit dem Motorrad ab.»
Le Mans und der Regen
In Le Mans ist Regen angekündigt – kein Wunschszenario für Marquez: «Wenn du auf den Regen wartest, bist du auf trockener Strecke nicht schnell. Nasse Bedingungen sind immer eine Art Lotterie – abhängig vom Kurs, den Reifen, der Wassermenge.»
Auffällig selbstkritisch fällt sein Blick auf den Bruder-Vergleich aus: «Ich kann dem Motorrad noch mehr geben. Wie wir in Jerez gesehen haben, funktioniert Alex mit dem Ducati-Bike.» Es sei stets «ein Kompromiss zwischen Fahrer und Motorrad – wenn man ein besseres Gefühl mit dem Bike hat, verbessert sich auch der Fahrer.»
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