Mercedes-Star George Russell: «Red Bull Racing hat uns etwas überrascht»
George Russell blieb am Trainingsfreitag in Monaco der schnellere der beiden Mercedes-Stars. Der Brite musste sich aber mit Platz 4 begnügen – er landete hinter dem Ferrari-Duo und Max Verstappen.
George Russell hatte schon vor dem Start des Rennwochenendes in Monte Carlo prophezeit, dass Ferrari auf dem berühmten Strassenkurs der Favorit sein wird. Und am Trainingsfreitag bestätigte sich die Voraussage des Sternfahrers. Im ersten freien Training hatte – sehr zur Freude der einheimischen Fans – Lokalmatador Charles Leclerc die Nase vorn. Sein Teamkollege Lewis Hamilton blieb 0,226 sec langsamer und reihte sich auf dem vierten Platz ein.
Russell selbst umrundete die 3,337 km lange Strecke knapp eine Sekunde langsamer als der Monegasse und blieb auch 0,446 sec langsamer als sein eigener Teamkollege Kimi Antonelli, der sich hinter dem Ferrari-Duo und Red Bull Racing-Ausnahmekönner Max Verstappen auf Platz 4 einreihte. Sein Stallgefährte und WM-Gegner musste sich mit der fünftschnellsten Rundenzeit begnügen.
Am Nachmittag änderte sich die Reihenfolge der Top-5 – auch wenn die gleichen Beteiligten die ersten fünf Positionen auf dem Zeitenmonitor belegten. Hamilton war mit 1:13,026 sec der schnellere Ferrari-Pilot, Russell war 0,376 sec von der Tagesbestzeit entfernt und damit der Viertschnellste, während Antonelli mit knapp fünf Zehntelsekunden Rückstand auf die Spitzenzeit die fünfte Position belegte. Verstappen war wiederum der erste Verfolger der beiden roten Renner.
Russell erklärte nach getaner Arbeit: «Wir haben erwartet, dass Ferrari das Team ist, das es zu schlagen gilt. Viele dachten, das sei nur Gerede, aber es ist klar, dass sie Gejagten sind.» Und er gestand: «Red Bull Racing hat uns etwas überrascht.»
«Wir wussten, dass von den bisherigen Rennen dieses hier das wohl schwierigste für uns sein würde. Es war wahrscheinlich sogar etwas kniffliger, als wir es uns erhofft haben. Aber wir konnten zwischen dem ersten und zweiten Training ein paar Fortschritte machen», fuhr der 28-Jährige fort.
«Wir müssen jetzt über Nacht noch einmal so viele Schritte nach vorne schaffen, und wir haben es heute auch nicht perfekt hinbekommen. Da ist also noch Luft nach oben, aber Ferrari ist definitiv der Favorit», betonte Russell weiter. Die Frage, ob sich sein Rückstand aufholen lasse, beantwortete er vorsichtig: «Wir müssen ehrlich sein, den Trend, den wir mit Ferrari hier erleben, ist nicht neu, das war schon in den letzten zehn Jahren so. Jedes Auto hat eine DNA, und der Ferrari passt einfach zu diesen Strassenkursen. Wir geben unser Bestes, um uns in dieser Hinsicht zu verbessern, aber ich bin mir nicht sicher, ob wir hier den Rückstand aufholen können.»
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