Mika zu Ella Häkkinen: «Talent, innerer Antrieb, eine echte Draufgängerin!»
Ella Häkkinen (15), Tochter des zweifachen Formel-1-Weltmeisters Mika Häkkinen (57), gibt auf dem Red Bull Ring ihr Renndebüt in der zentral-europäischen Formel 4. Ella wird von McLaren unterstützt.
Schon mancher Formel-1-Fahrer hat sich in der Formel 4 seine Sporen verdient. Jüngstes Beispiel – Mercedes-Zögling und Formel-1-WM-Leader Kimi Antonelli, vor vier Jahren noch F4-Champion.
Nun werden am Red Bull Ring die Augen auf eine Pilotin mit klingendem Namen gerichtet sein: Ella Häkkinen, Nachwuchsfahrerin aus der McLaren-Förderung, tritt von 10.-12. April auf dem Red Bull Racing an, wo sie ihr Formelsport-Debüt gibt.
Die 15-Jährige Ella, Tochter des zweifachen Formel-1-Weltmeisters Mika Häkkinen, bestreitet am Wochenende ihr erstes Rennen in der Formelsport-Talentschmiede F4 CEZ, also in der zentraleuropäischen Formel 4. Dies im Rahmen der Rundstreckentrophy mit elf Rennentscheidungen.
Neben der F4 CEZ sind weitere attraktive Rennserien auf der steirischen Grand-Prix-Strecke zu sehen, darunter die GT Cup Series mit Austrian GT, der Clio Cup Bohemia Markenpokal sowie der Austria Formel Cup und die italienische Formelsport-Serie TopJet F2000. Komplettiert wird das Motorsport-Wochenende mit dem sonntägigen Festival der Benzinbrüder. Alle Infos auf: www.rundstreckentrophy.at
Mika über Ella: «Sie ist extrem talentiert»
Mika Häkkinen eroberte zwei seiner 20 GP-Siege auf der steirischen Rennstrecke, 1998 und 2000 beim Grossen Preis von Österreich.
Der zweifache Formel-1-Champion sagte gegenüber der finnischen Zeitung Ilta-Sanomat: "Meine Tochter Ella zeigt den inneren Antrieb und das Talent, es bis ganz nach oben zu schaffen. Ella ist eine extrem talentierte Rennfahrerin. Ich sage das nicht nur als Vater, sondern basierend auf meinen Beobachtungen als ehemaliger Spitzenpilot."
"Ihre Motivation ist eindrucksvoll. Sie will unbedingt Rennfahrerin werden. Mittlerweile ist sie eine echte Draufgängerin geworden. In einigen Jahren werden wir in der Königsklasse wieder eine Fahrerin erleben, ob es nun Ella ist oder eine andere. Die neue Generation von Formel-1-Fans besteht zu 40 Prozent aus Frauen, und der Sport muss das widerspiegeln."
Eine Frau in der Formel 1: Verdammt lang her!
Verdammt lang her, dass wir eine Frau in der Formel 1 erlebt haben! Die letzte Frau an einem GP-Wochenende: Die Engländerin Susie Wolff 2014 im Williams, als Freitags-Pilotin.
Die letzte Frau in einem GP-Qualifying: Die Italienerin Giovanna Amati 1992 in Brasilien, nicht qualifiziert im Brabham.
Die letzte Frau am GP-Start: Die Südafrikanerin Desiré Wilson in Kyalami 1980, aber das Rennen zählte nicht zur WM, wegen des Streits zwischen dem Autosport-Weltverband FIA und der Team-Vereinigung FOCA.
Die letzte Frau in einem Formel-1-WM-Lauf daher: Die Italienerin Lella Lombardi, auf dem Österreichring 1976, wo sie Zwölfte wurde.
Die erste Frau, die an einem zur Weltmeisterschaft gehörenden Formel-1-Grand Prix teilgenommen hatte, war Maria Teresa de Filippis. Die Italienerin bestritt 1958 für das Maserati-Team drei Grands Prix und erzielte als Bestleistung den zehnten Platz in Spa-Francorchamps. Vor dem Einsatz in Belgien hatte sie versucht, in einem von ihrem eigenen Team gemeldeten Renner am Monaco-GP teilzunehmen, scheiterte aber an der Qualifikation.
Die einzige GP-Pilotin, die neben Maria Teresa de Filippis in der Formel-1-WM gestartet ist, ist Lella Lombardi. Die Italienerin nahm zwischen 1974 und 1976 an zwölf Grands Prix teil. Sie ist als erste (und bisher einzige) Frau in die Geschichte eingegangen, die es in einem WM-Rennen unter die ersten Sechs und damit in die Punkte schaffte.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach