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Tickets verfügbar: Superbike-WM in Assen mit fünf Serien und elf Rennen
Nach dem Rückzug von Michael vd Mark drohte das Meeting in Assen ohne Niederländer in der Superbike-Kategorie über die Bühne zu gehen. Nun erhielt der aufstrebende Twan Smits eine Wildcard.
Superbike-Fans kennen Twan Smits aus der Supersport-300-WM 2021 und 2022 sowie von Gaststarts in der Supersport-Kategorie. Mittlerweile fährt der 22-Jährige aber in der Euro Moto eine Yamaha R1 und schielt mit einem Auge auf die Superbike-Weltmeisterschaft.
Mehr als das: Wenn die seriennahe Weltmeisterschaft vom 17. bis 19. April in Assen gastiert, wird der Niederländer mit einer Wildcard in der Startaufstellung stehen. Neben den sechs Stammfahrern der Superbike-WM 2026 wird Smits im Team Apreco eine siebte Yamaha R1 pilotieren.
«Twan hat sich diese Chance aufgrund seiner harten Arbeit und seiner persönlichen Entwicklung als Fahrer seit 2025 redlich verdient», erklärt Wim Vermeulen von Yamaha Deutschland. «Es zeigt auch, dass Yamahas Blu-Cru-Struktur funktioniert, in der wir junge Talente fördern. Twan hat im niederländischen R3-Cup angefangen und ist unserer Marke stets treu geblieben, wobei er die richtigen Schritte unternommen hat, die nun zu diesem Wildcard-Einsatz in der WSBK führen. In diesem Sinne ist dies auch eine gemeinsame Leistung der gesamten Yamaha-Familie, in der Twan zunächst von Yamaha BeNeLux entdeckt wurde, dann zu Yamaha Deutschland wechselte und nun von Yamaha Motor Europe unterstützt wird.»
Nachdem BMW-Pilot Michael van der Mark nach der vergangenen Saison zur Endurance-WM wechselte und als Testfahrer tätig ist, ist der Gaststart von Lokalmatador Smits für den Veranstalter sehr willkommen.
«Als ich den Anruf mit der Bestätigung erhielt, dass ich in Assen fahren würde, war ich einfach sprachlos», meinte der Nachwuchsfahrer. «Natürlich war die Einladung zu den WSBK-Tests bereits der erste Hinweis darauf, dass etwas im Gange war. Und die Zusammenarbeit mit Eugene und Niccolo war eine unglaublich tolle Zeit für mich, da ich viel von ihnen gelernt habe. Wir haben über diesen Schritt gesprochen, aber es blieb immer auf der Ebene von Gedanken, Überlegungen, Optionen. Doch dann kam der Anruf und ich kann gar nicht wiedergeben, was genau in diesem Moment in mir vorging! Ich bin auch super stolz auf das Team, dass sie mit dabei sein können, da sie den ganzen Winter über so hart gearbeitet haben.»
Die Entscheidung, welches Motorrad beim Assen-Einsatz gefahren wird, wurde in diesem Fall vollständig von Twan Smits getroffen. Yamaha hatte ihm drei verschiedene Spezifikationen des Motorrads vorgeschlagen, vom IDM-2025-Motorrad über das EuroMoto-2026-Motorrad bis hin zum WSBK-Testmotorrad. Twan Smits hat sich laut Yamaha aufgrund der folgenden Überlegungen für das EuroMoto-2026-Motorrad entschieden: Er kann mit seinem gesamten Team zusammenarbeiten und erhält im Hintergrund zusätzliche technische Unterstützung von Yamaha. Er fühlt sich nach eigener Aussage auf dem Motorrad sehr wohl und kann dort 100 % geben. Es wäre nach Ansicht des Teams auch gut, zu erfahren, wie groß der Unterschied in der Rundenzeit aktuell zwischen einem WSBK-Yamaha-Motorrad in Vollspezifikation und der EuroMoto-Spezifikation 2026 ist.
«Der Hauptunterschied zwischen den beiden Motorrädern besteht darin», erklärt Vermeulen, «dass die WSBK über eine stärkere Vorderradbremse und mehr PS verfügt und die Schwinge komplett anders ist, was bei der Beschleunigung sehr hilft. Um dieses Potenzial als Fahrer ausschöpfen zu können, braucht man jedoch Zeit, während Twan andererseits an der Weiterentwicklung des 2025er-Motorrads für 2026 beteiligt war und dafür viele Tests absolviert hat. Letztendlich wird es keine technischen Änderungen zwischen dem Motorrad geben, das in der WSBK in Assen an den Start geht, und dem, das beim ersten EuroMoto-Rennen auf dem Sachsenring eingesetzt wird. Die Entscheidung darüber liegt zu 100 Prozent bei Twan und seinem Crewchief Hessel.»
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